Kleidung & Mode - Nachhaltig-einkaufen.de. © Foto: crocodile / Quelle: PHOTOCASE „Kleider machen Leute“, sagt man. Welche und wie viele Leute jedoch unsere Kleider machen, ist uns häufig nicht bekannt. Bevor ein T-Shirt in Deutschland über die Ladentheke geht, hat es meist eine Reise von bis zu 18.000 Kilometern hinter sich und ist durch viele Hände gewandert. So wird zum Beispiel Baumwolle aus Indien in China gewebt, auf den Philippinen gefärbt und in Bangladesch oder Thailand zu einem Kleidungsstück genäht, welches dann in Osteuropa mit Preisschildern und Labeln versehen wird. Die Arbeitsbedingungen, unter denen unsere Kleidung hergestellt wird, sind häufig durch niedrige Löhne, fehlende Arbeits- und Gesundheitsstandards, Gewerkschaftsverbote und 16-Stunden-Tage gekennzeichnet. Bei der Kleiderfrage entscheiden häufig das Aussehen, der Stil und die Marke über den Kauf.
Tipps für Ihren fairen Kleiderschrank. Kleiden & Schmücken - Oeko-Fair.de. Der Nachhaltige Warenkorb. Gerechte Löhne für alle! Von Maik Pflaum Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) setzt sich in Deutschland seit Mitte der 1990er-Jahre für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsproduktion ein. Die Christliche Initiative Romero gehört zu den Gründungsmitgliedern dieser Kampagne in Deutschland. Seit 2009 sind dabei auch die Hersteller von Outdoor-Bekleidung wie Jack Wolfskin, Vaude und Marmot im Fokus. Die Branche kann seit Jahren auf steigende Umsatzzahlen blicken, ihr Image ist positiv besetzt: Die Unternehmen geben vor, den Umweltschutz wichtig zu nehmen und auch auf die Einhaltung von Arbeitsrechten bei der Produktion von Bangladesch über China bis El Salvador zu achten.
Doch deckt sich dieses Selbstbild der Branche mit der Realität in den Nähfabriken? 2009 und 2010 veröffentlichte die Kampagne für Saubere Kleidung erste Outdoor-Studien mit Unternehmensprofilen. Selbstbild vs. tatsächliches Geschäftsgebaren Mehr Transparenz, mehr soziale Verantwortung. Globalisierung: Das Welthemd | Wirtschaft. Der Modekonzern H&M tritt gegen Ausbeutung ein. Und doch verkauft er Kleidung für ein paar Euro. Wie kann das sein?
Eine Suche nach dem Geheimnis des billigen T-Shirts. Speichern Drucken Twitter Facebook Google + Ein nachtblauer Porsche Carrera rollt durch eine Kleinstadt westlich von Berlin. In den nächsten Stunden wird Sahm das Rauchen nur unterbrechen, um Kaffee zu trinken. Anzeige Das T-Shirt liegt vor ihm auf dem Tisch. Die beiden Buchstaben sind das Zeichen eines Weltreichs. Müsste man die Kleidung von H&M in einem Satz beschreiben, würde man sagen: Sieht gut aus und kostet fast nichts. Es ist weiß, schlicht, mit rundem Kragen. H&M veröffentlicht jedes Jahr einen Nachhaltigkeitsbericht. Wie kann ein Unternehmen gut sein und zugleich so billige T-Shirts verkaufen? Es gibt jemanden, der diese Frage leicht beantworten kann: H&M. Im ersten Stock beginnen die Büros. So muss man sich selbst auf die Fährte des T-Shirts begeben. Sahm hält das T-Shirt in der Hand.