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Schuldenkrise

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GEOLITICO. AfD-Chef Lucke wollte die Piraten mit ins Boot holen | Geolitico. Eine vertrauliche Mail belegt: Lucke plante den Aufbau einer außerparlamentarischen Opposition. Heute kämpft er um den Einzug in den Bundestag – und die Strategen der anderen Parteien sind ratlos... Im vergangenen Frühjahr war Bernd Lucke noch ein Suchender. Nicht etwa, weil der heutige Chef der „Alternative für Deutschland“ (AfD) noch keine Meinung zur Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung gehabt hätte. Nein, mit der lag er schon lange über Kreuz. Also schrieb Lucke im Mai 2012 eine E-Mail an den Bundesvorsitzenden der Piraten, Bernd Schlömer. Wenige Wochen vorher erst hatte er das Bündnis Bürgerwille ins Leben gerufen, das expliziert gegen die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung aufbegehrte.

Noch ganz auf Unions-Linie Offensiv mischte er sich erstmals mit dem Hamburger Appell unmittelbar vor der Bundestagswahl 2005 in die Bundespolitik ein. Doch dann kam die Finanzkrise, vor allem die griechische Tragödie. Der Pirat antwortet nicht Das Parteitagsplenum. “Dumpfe Ressentiments” Die Zukunft sind arme Rentner und eine Jugend ohne Chancen | Geolitico. Wir steuern in die gesellschaftliche Katastrophe: Die älteren Menschen müssen länger arbeiten, weil sie nicht genügend Ersparnisse haben, während die Jüngeren immer weniger Chancen haben, Arbeit zu finden. Alles begann in den goldenen 1950er Jahren... Hier kommt eine Grafik, die ich sehr interessant finde. Nicht nur, weil ich 52 Jahre alt bin und daher von der illustrierten Entwicklung in starkem Maße betroffen.

Wir sehen am Beispiel der USA im Langfrist-Vergleich, dass der Anteil der Erwerbstätigen prozentual nur noch bei den reiferen Jahrgängen ansteigt, während er bei den jüngeren Menschen sinkt. Volkswirtschaftlich ist das ein klares Alarmsignal. Es steht für gesellschaftliche Verzweiflung: Die älteren Menschen müssen länger arbeiten, weil sie nicht genügend Ersparnisse haben, während die Jüngeren immer weniger Chancen haben, Arbeit zu finden. Laut diesem Schaubild hat die Beteiligung der 25 bis 64jährigen Männer am Arbeitsleben bereits Mitte der 50er Jahre ihren Höhepunkt erlebt. Die historischen Wurzeln der gegenwärtigen Krise. Richard D.

Wolff, laut der New York Times der "wahrscheinlich prominenteste marxistische Ökonom Amerikas", forschte an der University of Massachusetts in Amherst zur ökonomischen Methodologie und zur Klassenstruktur der Vereinigten Staaten. Der emeritierte Ökonomie-Professor betreibt eine intensive Krisenberichterstattung und Analyse, die auf seiner Homepage verfolgt werden kann.

Sein neues Buch "Occupy the Economy: Challenging Capitalism" erscheint im kommenden Mai. Was sind die Ursachen der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus? Richard Wolff: Meiner Ansicht nach sind es die längerfristigen Probleme des Kapitalismus, die die Basis der gegenwärtigen Krise bilden. Zum Beispiel wurde in den 1930er Jahre in den Vereinigten Staaten das System der Social Security eingeführt: Niemals zuvor gab es in den Vereinigten Staaten ein umfassendes Rentensystem, eine systematische Hilfe für Kranke und Verletzte, Hilfsprogramme für Kinder und so weiter. Richard Wolff: Das sehe ich ein bisschen anders. EU: Finanzkrise verschlechtert Gesundheit der Europäer - Gesundheit. Anzeige Mehr Selbsttötungen, mehr HIV-Infektionen, mehr Depressionen und sogar Malaria-Ausbrüche: Der strikte Sparkurs, den einige EU-Länder wegen der Finanzkrise fahren müssen, hat laut einer Studie dramatische Folgen für die Gesundheit der Bürger.

Gesundheitsexperten kritisieren: Die Reaktion der Politik bestehe aus Leugnen und Verschleierungstaktik. Die Finanzkrise in Europa hat dramatische Folgen für die Gesundheit der Bürger in Europa. Das zeigt eine Reihe von Studien in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet. Die tiefen Haushaltseinschnitte und eine steigende Arbeitslosigkeit führten unter anderem zu sinkenden Einkommen, weswegen Menschen beim Arztbesuch sparten oder sich weniger Medikamente kauften, berichten die Wissenschaftler um Martin McKee von der European Observatory on Health Systems and Policies. Zwar gebe es viele Unterschiede zwischen den Ländern, die einen Vergleich schwierig machten.

Eskalierende soziale Krise Es geht auch anders. Infografik: Chronik: Der lange Weg der Finanzkrise - Infografiken. Mutmaßliche Anlagebetrüger S&K - Die Akte Midas - Geld. Anzeige Sie liebten teure Autos und horteten ihr Geld in großen Säcken: Zwei junge Männer wollten leben wie Dagobert Duck, sie sollen Tausende Anleger betrogen haben. Es könnte der größte Anlagebetrug seit langem sein. Nun sitzen beide in U-Haft. Doch wo sind die Millionen? Eine Spurensuche. Von Christoph Giesen, Wolfgang Wittl und Markus Zydra Normalerweise stellen Polizisten bei Hausdurchsuchungen Akten und Festplatten sicher.

Insgesamt durchsuchte die Polizei 130 Wohnungen und Büros in sieben Bundesländern. Eine Spurensuche an den Orten des Geschehens führt quer durch Deutschland. Die Zentrale Kennedyallee, Hausnummer 123, Stadtteil Sachsenhausen. Lange Zeit war S&K ein Star der Fonds-Szene. 27 beschriftete Messingtafeln sind am Briefkasten der Kennedyallee 123 angebracht. Die knapp 200 Anbieter von geschlossenen Fonds in Deutschland werden bei Weitem nicht so stark reguliert wie börsengelistete Unternehmen, daher auch der Name: grauer Kapitalmarkt. Manager Homm in Italien in Haft - Wirtschaft. Anzeige Eben noch in einer ZDF-Talkshow, jetzt in Haft: Der Hedgefonds-Manager Florian Homm ist in Italien festgenommen worden.

Er soll wegen Aktienbetrugs in den USA eine Millionenstrafe zahlen. Der mutmaßliche Millionenbetrüger und ehemalige Hedgefonds-Manager Florian Homm sitzt nach fünf Jahren Flucht in Italien in Haft. Der 53-Jährige sei bei einem Besuch der Uffizien in Florenz festgenommen worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Er habe das Museum zusammen mit seiner ehemaligen Frau und seinem Sohn besucht. Den Hinweis habe ein FBI-Beamter beim US-Konsulat in Mailand gegeben. Der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll Homm für Verluste von Investoren der Hedgefonds-Gesellschaft Absolute Capital Management Ltd in Höhe von 200 Millionen Dollar verantwortlich sein.

Laender

Krisengrund: Dumm und Dümmer. Von Sarah Sommer Londons Bankenviertel Canary Wharf: Unkultur in der Finanzindustrie kann Mitarbeiterverhalten lenken Zynische Kommentare von Mitarbeitern, Fehleinschätzungen und Betrug in der Finanzindustrie - alles untypische Einzelfälle, versichern Branchenvertreter. Stimmt nicht, sagen britische Forscher. Ihre These: Die Kultur in den vermeintlich wissensgetriebenen Konzernen verdumme Mitarbeiter. Hamburg - Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzmarktkrise zittern Ratingagenturen und Investmentbanken vor milliardenschweren Klagen von Aktionären und Regierungen. Die Ankläger wollen beweisen, dass Finanzdienstleister die systemischen Risiken, die von ihren Geschäften ausgingen, früh erkannten - und billigend in Kauf nahmen. Mal bezeichneten Investmentbanker ihre Kunden als ahnungslose Muppets, die man leicht abkassieren könne. Forscher Spicer: Kultur "funktioneller Dummheit" Wissensintensive Unternehmen wie Banken hätten eine Kultur entwickelt, die sich mit dem Leitsatz "Nicht denken, tun!

" 01 Quarks & Co: Die Welt in der Schuldenkrise 1/3. Eurokrise: Zu früh gefreut: Wirtschaftsforscher sehen kaum Besserungen in Krisenländern - Europa. Die Eurokrise ist nicht zu Ende, sie ist nur gerade nicht zu sehen. Zu diesem beunruhigenden Ergebnis kommt eine Studie des Centrums für Europäische Politik in Freiburg. Die Wissenschaftler des Zentrums, das sich auf marktwirtschaftlicher Basis kritisch mit der Entwicklung der EU und der Eurozone befasst, hat einen sogenannten Default-Index entwickelt. Er misst, in wieweit die einzelnen Staaten in der Lage sind, ihre Staats- und Auslandsverschuldung zu tragen oder ob sie Gefahr laufen, bankrott zu gehen (Default).

Das Ergebnis ist erschreckend: Die Zahlen, die sich auf das erste Halbjahr 2012 beziehen, zeigten „deutlich, dass es den Finanzhilfe empfangenden Krisenländern, mit Ausnahme Irlands, nicht gelungen ist, den Verfall der Kreditfähigkeit zu stoppen. Kategorie 1: Länder mit zunehmender Kreditfähigkeit. Die Krise ist nicht vorbei, sie ist chronisch | Geolitico. Den Menschen Europas drohen bittere Jahrzehnte. Die Entwarnungen von Wolfgang Schäuble, deutschen Ökonomen und der Weltbank sind durch nichts begründet. Manche nennen es Autosuggestion, andere schlicht Selbsttäuschung.

Letztlich kommt es auf dasselbe raus. Es handelt sich um eine selbstinduzierte Beeinflussung der Psyche, mit der dem Unterbewusstsein etwas glauben gemacht werden soll, das es nicht gibt. Zum Glück fragt auch keiner, denn so können die Hypnotiseure der Weltbank, des Bundesfinanzministeriums und der Wirtschaftsforschungsinstitute die Menschen langsam aber sich in einen tiefen Schlaf wiegen, aus dem sie dann spätestens nach der Bundestagswahl durch das Gespenst der Krise schaurig geweckt werden.

„Ich glaube, wir haben das Schlimmste hinter uns“, orakelt Finanzminister Wolfgang Schäuble. Darin sagen die Propheten der neoliberalen Wirtschaftsreligion für dieses Jahr ein weltweites Wachstum von 2,4 Prozent voraus, also genau 0,1 Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr.

Rettungsmassnahmen

Geschichte von Krisen. Währungspolitik: Droht uns ein Währungskrieg? - Konjunktur. Die laxe Geldpolitik der großen Notenbanken droht in einen ruinösen Abwertungswettlauf zu münden – mit fatalen Folgen für die Weltwirtschaft und das globale Währungssystem. Von Malte Fischer, Alexander Busch, Yvonne Esterházy, Karin Finkenzeller, Martin Fritz, Christof Schürmann Eigentlich sind die Japaner seit mehr als einem halben Jahrhundert ein friedliches Völkchen. Doch jetzt finden sich die Asiaten plötzlich auf der Anklagebank der internationalen Staatengemeinschaft wieder. Der Vorwurf von Politikern aus Europa und den USA: Mit der Notenpresse als Waffe versuche Japans neuer Regierungschef Shinzo Abe, die Landeswährung Yen abzuwerten und der heimischen Wirtschaft Vorteile auf den Weltmärkten zu verschaffen.

Auch an den Finanzmärkten sorgt Japan mit seiner „Abenomics“ genannten Wirtschaftspolitik für Wirbel. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise sind die Schulden der großen Industrieländer auf Größenordnungen gestiegen, wie man sie bisher nur aus Kriegszeiten kannte. Fataler Wettlauf. Szenarien für Euro-Zone? Die Schuldenkrise ist noch längst nicht vorbei. Die Euro-Zone wird weder glimpflich davonkommen, noch muss sie Hyperinflation fürchten. Wahrscheinlicher ist es, dass Europa eine Krise wie Japan durchlebt. Die gegenwärtigen Nachrichten von der Rettungsfront in der Eurozone könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite werden Portugal und Irland Fortschritte konzediert, die Banken in der Eurozone leihen sich offenbar wieder mehr Geld und zahlen die Kredite an die EZB zurück.

Der griechische Notenbankpräsident beruhigt die Kreditgeber. Das hört sich doch gut an. Allerdings gibt es auch beunruhigende Nachrichten. Wie geht es weiter? 20 - Volker Pispers über die Schuldenkrise - Mitternachtsspitzen 10.11.2012.