= DIE GESCHICHTE DER WOLGADEUTSCHEN = Ueber unsere Mundarten von Georg Dinges. Über unsere Mundarten. [*] Von Georg Dinges. Professor der germanischen Philologie an der Saratower Universität. Wenn ich im Folgenden etwas über unsere Mundarten zu schreiben unternehme, so bedeutet das soviel, dass ich über die Sprache unserer Bauer, über die Bauernsprachen schreiben werde. Ich sage Bauernsprachen, denn es ist doch jedem Bauern bekannt, dass jedes Dorf nach seiner Art redet, sei´[1] abartig Schprooch hot. „No was soll dann des gewe, wird mancher denken, iwr de Bauer ehre Schprooch zu schreiwe, zu was hot mr dan so was? “ (Na was soll denn das werden, wird mancher denken, über die Bauernsprache zu schreiben, wozu braucht man denn so was?) Ein Ausschnitt aus dem Artikel von Georg Dinges "Über unsere Mundarten". Aber jetzt ist es auch gerade genug, denn wenn wir unseren Freund noch lange fortdenken lassen, so kommen wir ja gar nicht zu Worte und kriegen gar nichts über unsere Mundart zu hören.
Nun, wollen mal hören. Gehen wir uns das Gesagte nochmals auf andere Weise an. Geschichte der russlanddeutschen - literaturliste. Geschichte der Rußlanddeutschen - www.arwela.info. Preußische Agenten warben gegen Ende des 18. Jahrhunderts für die Auswanderung nach »Preußisch-Polen«. Auf den neu errichteten staatlichen Domänen wurden zwar auch Polen, aber vor allem vielen württembergischen Auswanderern Kolonistenstellen übertragen.
Als Vorteile galten der kurze Reiseweg, die Popularität Friedrichs des Großen und die Tatsache, dass hier bereits seit dem späten Mittelalter Deutsche als Kolonisten siedelten und die deutsche Sprache, vor allem in den Städten, weit verbreitet war. Auch schied das Risiko feindlicher Überfälle im Gegensatz zu Südrussland oder Südungarn aus. Gleichzeitig setzte die Auswanderung Donau abwärts in die ehemals osmanischen Gebiete der Habsburgermonarchie ein. Motive der Auswanderer Bereits kurz nach Beginn der Auswanderungswelle machten sich die Behörden Gedanken über die Motive der Auswanderer. Wege der Auswanderer Die Auswanderer nach Russland zogen größtenteils über Land nach Lübeck, wo sie sich in einem Lager sammelten.
Die Rückkehr. Geschichte der Russlanddeutschen. Seit über 1000 Jahren leben Deutsche in Russland. Russland hatte schon immer einen großen Bedarf an Fachkräften für die Armee und die Wirtschaft. Die organisierte Ansiedlung in den Weiten des russischen Reiches setzte allerdings erst durch die Zarin Katharina II, einer Deutschen, in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein: Erste Einwanderungswelle Katharina II (1729 – 1796) lädt in einem Manifest Ausländer zur Ansiedlung in Russland ein, um die wirtschaftliche Entwicklung und Kultivierung des Landes voranzutreiben. Den Siedlern werden Privilegien (z.B. kostenlose Landzuteilung, Religionsfreiheit, Befreiung vom Militärdienst etc.) garantiert. Massenansiedlung im Wolgagebiet in der Nähe der Stadt Saratow: Gründung von 104 deutschen Kolonien. Bis 1767 wanderten 8.000 Familien / 27.000 Personen, vorwiegend aus Deutschland (Hessen) aus. Zweite Einwanderungswelle Zar Alexander I lädt in einem weiteren Manifest Deutsche zur Ansiedlung im Schwarzmeergebiet ein.
Einstellung der staatlichen Förderung J. Die Wende.
Gebiete. Russlandmennoniten. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten in Russland ungefähr 120.000 Russlandmennoniten. Von Stalin meist aus ihren angestammten Siedlungsgebieten zwangsweise nach Sibirien umgesiedelt, kamen zahlreiche Russlandmennoniten seit den 1970er Jahren als Spätaussiedler in die Bundesrepublik. Die Sprache vieler Russlandmennoniten ist Plautdietsch, eine westpreußische Varietät des Niederdeutschen. Diese Sprache ist im Weichseldelta als Verschmelzung von verschiedenen mitgebrachten (niederländischen, friesischen) und niederpreußischen Dialekten entstanden und wird heute noch weltweit von ca. einer halben Million Menschen gesprochen. Die Plautdietsch-Freunde beschäftigen sich in Deutschland und international sprachpflegerisch und sprachwissenschaftlich mit dem Plautdietsch der Russlandmennoniten. Die Russlandmennoniten stellen als ethno-religiöse Gruppe (mit der gemeinsamen Sprache Plautdietsch) eine weltweit verstreute ethnische Minderheit dar. Geschichte[Bearbeiten] Da sich am Ende des 18.
Geschichte. Deportationen. Deutsche in Kasachstan. Bereits im 16.Jahrhundert gelangten Untertanen deutscher Fürstentümer - aufgrund von Anwerbungen - ins Zarenreich. Ein Blick auf ihr berufliches Wirkungsfeld macht deutlich, dass es sich in erster Linie um Militärexperten handelte, aber auch um Verwaltungsbeamte, Ärzte, Handwerker oder Techniker. Diese Experten bildeten eine Elite, die - vornehmlich unter Peter I. (1682-1725) - zur Modernisierung der Wirtschaft, der Verwaltung und des Militärs beitrugen. Siedler aus deutschen Fürstentümern gelangten zuerst unter Katharina II. (1762-1796) nach Rußland, genauer gesagt in die Steppenbebiete der unterer Wolga, die ihnen zur landwirtschaflichen Nutzung zugewiesen worden waren. Die politische Lage in den deutschen Fürstentümern war durch den Siebenjärigen Krieg (1756-1763) sehr unsicher.
Neben den harten Lebensbedienungen, die der notwendige Wiederaufbau der Länder mit sich brachte, war vor allem die Verfolgung von Religiongemeinschaften bedrückend. Der 1. Lebendiges Laboratorium für Linguisten - Deutsche Sprachinseln in Russland und Brasilien | Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften. Deutsche Sprachinseln in Russland und Brasilien Von Eva-Maria Götz Unter dem Druck von außen beschleunigte sich der Sprachwandel in den ur-deutschen Gemeinschaften.
(AP) "Sprachinseln" entstehen, wenn Siedlergemeinschaften über Generationen lang unter sich bleiben und deshalb ihre Herkunftssprache so erhalten bleibt, wie sie früher gesprochen wurde. An der Viadrina-Universität beschäftigt man sich mit der Entwicklung der Grammatik und der Morphologie in den deutschen Sprachenklaven in Russland und Brasilien.
"Ich habe dich heute morgen gesehen - ick heb di heu morge säh. Das war "pommerano" - ein deutscher Dialekt, wie er seit mehr als 150 Jahren im südlichen Brasilien an der Grenze zu Uruguay gesprochen wird, von Menschen, deren Vorfahren sich einst aus der Gegend von Danzig aufmachten, um in Amerika das Glück zu finden. Unter dem Druck von außen beschleunigte sich der Sprachwandel in den ur-deutschen Gemeinschaften. Die grüne Gurken wird mit die Zwiebeln in Topf gekocht. Die Zeit drängt. Veröffentlichungen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IDS. Zur persönlichen Seite von Nina Berend Zur Veröffentlichungsliste auf dem Dokumentenserver Sammelbände, Jahrbücher, Zeitschriften Berend, Nina/Knipf-Komlósi, Elisabeth (Hrsg.) (2006): Sprachinselwelten – The World of Language Islands.
Entwicklung und Beschreibung der deutschen Sprachinseln am Anfang des 21. Jahrhunderts. The Developmental Stages and the Description of German Language Islands at the Beginning of the 21st Century. 302 S. - Frankfurt am Main/Berlin/Bern/Bruxelles/New York/Oxford/Wien: Lang, 2006. Knipf-Komlósi, Elisabeth/Berend, Nina (Hrsg.) (2001): Regionale Standards. Berend, Nina/Mattheier, Klaus J. Sprachinselforschung. Berend, Nina (Hrsg.) (1989): Kommunikativno-funkcional'naja charakteristika jazykovych edinic (Kommunikativ-funktionale Charakteristik von Spracheinheiten). Berend, Nina (Hrsg.) (1988): Strukturno-semanticeskie osobennosti nemeckoj razgovornoj i dialektnoj reci (Strukturell-semantische Besonderheiten des gesprochenen Deutsch). Berend, Nina (Hrsg.) (1987): P. Rosenberg: Vergleichende Sprachinselforschung: Sprachwandel in deutschen Sprachinseln in Russland und Brasilien.
Linguistik online 13, 1/03 Peter Rosenberg (Frankfurt/Oder) 1 Aufgaben der Sprachinselforschung Warum wandeln sich Sprachen? Wollten wir diese Frage im Sinne Eugenio Coserius beantworten, wäre dieser Aufsatz hier bereits beendet: Nach Coseriu (1974) wäre dies eine sinnlose Frage, denn - so allgemein aufgeworfen - ist sie absurd: Sprachen müssen sich wandeln, um zu funktionieren. Sie jedoch auf einer historischen Ebene aufzuwerfen, hieße, sich Rechenschaft abzulegen über die spezifischen sprachlichen Notwendigkeiten und kommunikativen Umstände, die einen sprachlichen Wandel zu einer gegebenen Zeit, an einem gegeben Ort und unter gegebenen inneren und äußeren Bedingungen verursachen.[1] Sprachlichen Wandel in Sprachinseln und generell bei Sprachminderheiten zu untersuchen, bedeutet häufig, sich einer verwirrenden Vielfalt von "inneren" und "äußeren" Sprachwandelfaktoren gegenüberzusehen, die es gedanklich zu ordnen und zu interpretieren gilt.
Er unterschied zwischen Seit dem späten 19. Nationalkreis Halbstadt. Der Deutsche Nationalrajon (russisch Немецкий национальный район, Nemezki nazionalny rajon; auch Deutscher Nationalkreis oder inoffiziell (Deutscher) Nationalkreis Halbstadt) ist ein 1991 wiedererschaffener Rajon in der westsibirischen Region Altai (Russland) mit zum Teil deutschstämmiger Bevölkerung. Der Deutsche Nationalrajon liegt in der Kulundasteppe nordwestlich des Kulundasees. Im Rajon gibt es heute zwölf Landgemeinden (selskoje posselenije) mit einer Bevölkerung von insgesamt 17.668 Menschen (Volkszählung 2010), davon 4.700 Deutsche (26,7 %). Bei der Gründung hatte der Rajon noch etwa 22.000 Einwohner, davon etwa 18.400 deutschstämmig; bei der Volkszählung 2002 noch 20.598 Einwohner. Die Gemeinden bestehen zumeist nur aus der namensgebenden Ortschaft (wenn nicht anders angegeben; alle mit Status eines Dorfes, russisch selo): Oberhaupt des Rajons ist Pjotr Boos, Leiter der Verwaltung Eduard Winter.
Der Nationalrajon wurde im Jahre 1927 geschaffen. Sprachinsel. Unter Sprachinsel wird eine verhältnismäßig kleine geschlossene Sprach- und Siedlungsgemeinschaft verstanden, die sich in einem größeren fremden Sprachgebiet befindet. Entstehung von Sprachinseln[Bearbeiten] Entscheidend für die Bezeichnung Sprachinsel ist, dass die Sprache im Ursprungsland noch gesprochen wird. Viele Sprachinseln sind heute bedroht oder bereits untergegangen. Die Überlebensfähigkeit einer Sprachinsel ist entscheidend von ihrer Isolierung abhängig. Die äußere Bedrohung durch das Wirtsland in politischer, kultureller, religiöser und/oder sprachlicher Hinsicht ist ein ebenso entscheidender Motor für den Erhalt der Sprachinsel, wie seine evtl. geographische Isolierung, z. B. in einem abgelegenen Gebirgstal oder auf einer Insel.
Deutsche Sprachinseln[Bearbeiten] deutsche Sprachinseln in Mitteleuropa 1901 Bedingt durch verschiedene Siedlungsbewegungen, die im Mittelalter begannen (siehe Deutsche Ostsiedlung) und erst Mitte des 19. Aserbaidschan[Bearbeiten] Dänemark[Bearbeiten] Prof. Dr. sc. Gisela Brandt. Germanistin "Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da. "Johann Wolfgang von Goethe • Projektskizze• Konferenzen: keine selbständigen• Publikationen Projektskizze Mit diesem 1993 an der Universität Ufa begründeten Forschungsprojekt hat die linguistische Bearbeitung der deutschen Sprachinseln in Baschkirien begonnen. Publikationen ASFANDIAROVA, Dania: Die sprachliche Situation 1995 in der deutschen Sprachinsel Prischib/Aleksejevka - Eine Geschlechtskonfrontierende Darstellung. ASFANDIAROVA, Dania: "mir verzähle doch lutherisch und die katholisch" - Dialektmischung im Vokalismus in der deutschen Sprachinsel Prischib/Aleksejevka (Baschkortostan/Russische Föderation).
ASFANDIAROVA, Dania: Sprechen Frauen altertümlicher? ASFANDIAROVA, Dania: Werden Varietätenmischung und Varietätenausgleich in der deutschen Sprachinsel Prišib/Aleksejevka (Baschkortostan) vom sozialen Status der Sprechergemeinschaften bestimmt?