EU-Chefs schicken Ashton nach Ägypten und Tunesien. Brüssel/Red.
Europas Regierungen haben sich am Freitag mit einiger Verspätung dazu aufgerafft, die Bürger Tunesiens und Ägyptens bei ihren Bestrebungen nach demokratischen, wirtschaftlichen und sozialen Reformen „uneingeschränkt zu unterstützen“. Das erklärten die Staats- und Regierungschefs der Union bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel. EU-Diplomatie: Ashton in Ägypten unerwünscht. Brüssel.
Europa hat eine gemeinsame „Außenministerin“, doch es lässt sie allein im Regen stehen. Nachdem die Staats- und Regierungschefs der 27 Unionsmitglieder bei ihrem Gipfeltreffen am Freitag vor einer Woche in Brüssel beschlossen hatten, Catherine Ashton auf eine Mission nach Tunesien und Ägypten zu schicken, versagen sie der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik nun die Unterstützung. Denn während Catherine Ashton nach dem derzeitigen Stand der Dinge nächste Woche nach Tunesien reisen kann, weigert sich das wankende ägyptische Regime, sie zu treffen. Man wolle im Februar keine Staatsbesuche mehr empfangen, teilte Kairo mit. Auf gut Deutsch heißt das: Ashton ist in Ägypten nicht erwünscht – zumindest nicht beim Regime.
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