Modernes Märchen: BVB krönt grandiose Saison Für die Ausgelassenheit seiner Rasselbande brachte auch Jürgen Klopp großes Verständnis auf. Kurzentschlossen gewährte er bis Mittwoch trainingsfrei. „Das ist ein Märchen, das uns keiner mehr nehmen kann“, schwärmte der Fußball-Lehrer. Klopps junges Team bewies auch beim Feiern ähnlich großes Stehvermögen wie auf dem Fußball-Platz. Nach dem 2:0 (2:0) über den 1. FC Nürnberg ging es bereits im Stadion hoch her. Als seine Mitspieler längst auf dem Weg zum Italiener waren, stand Kevin Großkreutz noch immer grölend vor der Umkleidekabine. Mit dem Outfit eines Punks, das ihm Verteidiger Felipe Santana noch auf dem Rasen verpasst hatte, sang der kahlköpfige Nationalspieler selbst über zwei Stunden nach der Partie inbrünstig wieder und wieder das Vereinslied.
"Ich zittere am ganzen Körper" Bei keinem anderen Profi im Team von Borussia Dortmund war die Freude über den siebten Meistertitel größer. Kostengünstiger Jugendstil Sprintqualitäten bei Zorc und Rauball Erinnerungen an den März 2005. Lebendes Denkmal Dede: Ein perfekter Abschied für Dortmunds Idol „Allez Dede! Allez Dede! “, schallte es immer wieder durch den Signal Iduna Park, nachdem die Dortmunder die siebte Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht hatten. Der 33-Jährige war im vorletzten Heimspiel seiner 13-jährigen BVB-Ära eine Minute vor dem Abpfiff für Kevin Großkreutz eingewechselt worden. Es war die Krönung eines perfekten Tages. Für den Brasilianer. Für den BVB. Eindrucksvolle Ehrerbietung „Wir haben Dede zum Abschied die Schale geschenkt“, freute sich sein zehn Jahre jüngerer Teamkollege Großkreutz anschließend so sehr, dass seine Augen glasig wurden: „Ich kann gar nicht so viel über ihn sagen, sonst kommen mir die Tränen Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden hatte sich Großkreutz vor dem Spiel etwas Besonderes einfallen lassen: Als die Dortmunder zum Warmmachen in den Signal Iduna Park einliefen, zierten ihre Trainingsshirts Dedes Rückennummer 17 und sein Name.
"Er ist ein super Mensch" Gänsehaut pur: Hummels‘ Auszeit inmitten des Dortmunder Feier-Wahnsinns Den Kopf leicht zur Seite geneigt stand der 22-Jährige auf dem Rasen und blickte fast ein wenig ungläubig auf die Szenen, die noch in 50 Jahren in jedem Vereinsrückblick des BVB auftauchen werden. Statt mittendrin war der Nationalspieler für einige Minuten nur dabei. Es war ein Moment der Zurückgezogenheit, den sich Hummels nahm – und der so typisch ist für diese Generation von jungen, hochtalentierten und reflektierenden Fußball-Profis, von denen so viele derzeit im Dortmunder Trikot auflaufen.
"Ein geiler Moment" „Direkt nach dem Abpfiff war auch ich komplett in Ekstase, total euphorisiert“, schilderte der Innenverteidiger am Abend, was zwischen 17.18 Uhr, dem Moment der Entscheidung, und 18 Uhr in ihm vorging. „Doch dann habe ich bemerkt, dass ich Zeit brauche, um zu realisieren, was überhaupt passiert ist.“ Deshalb habe er sich ein paar Meter zur Seite gestellt. „Ich habe den Moment genossen und das hat mindestens so viel Spaß gemacht, wie mittendrin zu sein Sekunden-Auszeit. Das Interview: "Aki" Watzke über den Titelgewinn und die BVB-Zukunft Spontan-Party: Subotic feiert Titel mit den Fans Bilder, Bilder, Bilder: Über 600 Fotos von der BVB-Meisterparty