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Heitmeyer

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Moralisch abwärts im Aufschwung. Von Wilhelm Heitmeyer In den vergangenen Jahren war die Stimmung in der Gesellschaft von weitverbreiteter Angst und Unsicherheit geprägt. Dies hatte negative Folgen für schwache Gruppen. Sie wurden zum Teil zunehmender Feindseligkeit, Abwertung und Diskriminierung ausgesetzt, die auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit basieren. Geht nun mit der positiven Entwicklung einer Zunahme von Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eine Abnahme feindseliger Einstellungen in der Bevölkerung einher? Und welche Qualität hat dieser Aufschwung, welche Folgen erwachsen daraus für das Verhältnis von Menschen und Gruppen zueinander?

In der Tat lassen sich in diesem Jahr erstmals seit Beginn unserer Erhebungen 2002 positive Entwicklungen bei der Fremdenfeindlichkeit und den Etabliertenvorrechten, also der Bevorzugung Alteingesessener, feststellen (siehe Grafik 1). Von 2002 bis 2005 stiegen die negativen Einstellungen kontinuierlich an, 2006 stagnierten sie, 2007 haben sie signifikant abgenommen. Wilhelm Heitmeyer. Wilhelm Heitmeyer (2010) Wilhelm Heitmeyer (* 28. Juni 1945 in Nettelstedt) ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialisation und war von 1996 bis 2013 Institutsleiter an der Universität Bielefeld. Leben[Bearbeiten] Heitmeyer wurde 1945 in Nettelstedt in Ostwestfalen geboren. Sein Vater war Schriftsetzer und fiel im Krieg, die Mutter war Arbeiterin in einer Zigarrenfabrik, danach hat sie einen Lebensmittelladen geführt.[1] Nach dem Besuch des Wittekind-Gymnasiums Lübbecke studierte Heitmeyer Erziehungswissenschaften und Soziologie in Bielefeld. Heitmeyer hat zwei Töchter. Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten] Heitmeyers Forschungsinteresse gilt seit 1982 Rechtsextremismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, ethnisch-kulturellen Konflikten, sozialer Desintegration und seit einigen Jahren der so genannten Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Nach der Emeritierung[Bearbeiten] Auszeichnungen[Bearbeiten] Schriften (Auswahl)[Bearbeiten] Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten] Webwasher - Notification. Deutsche Zustände: Moralisch abwärts im Aufschwung | Politik. Nützlichkeit und Effizienz - dieses Denken ist weit verbreitet und bedroht den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ein Forschungsbericht In den vergangenen Jahren war die Stimmung in der Gesellschaft von weitverbreiteter Angst und Unsicherheit geprägt. Dies hatte negative Folgen für schwache Gruppen. Sie wurden zum Teil zunehmender Feindseligkeit, Abwertung und Diskriminierung ausgesetzt, die auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit basieren. Geht nun mit der positiven Entwicklung einer Zunahme von Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eine Abnahme feindseliger Einstellungen in der Bevölkerung einher?

Und welche Qualität hat dieser Aufschwung, welche Folgen erwachsen daraus für das Verhältnis von Menschen und Gruppen zueinander? Erstmals seit Beginn unserer Erhebungen 2002 positive Entwicklungen bei der und den also der Bevorzugung Alteingesessener, feststellen (siehe Grafik 1). Die war mit leicht zunehmender Tendenz bis 2006 stabil und verbleibt auf diesem Niveau. Anzeige.