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Zürcher Appell

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UBS - Our financial services in your country - Canada. Zürcher Appell. Universitätssponsoring in der Kritik: Die 100 unverdauten UBS-Millionen - Übersicht Nachrichten. Wbt. ⋅ Unter dem Titel «Zürcher Appell für die Wahrung der wissenschaftlichen Unabhängigkeit» warnen in der neusten Ausgabe der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» 27 Professoren und Autoren vor «an partikuläre Interessen und geheime Verträge gebundenem Sponsoring». Im Gegensatz zum uneigennützigen Mäzenaten- und Stiftertum gefährde jenes die Unabhängigkeit der universitären Forschung und Lehre. Ausgangspunkt des Appells ist das Engagement der UBS an der Universität Zürich im Umfang von rund 100 Millionen Franken zugunsten der Wirtschaftswissenschaften vom letzten Frühling. Urheber der Aktion sind die Zürcher Philosophin Ursula Pia Jauch und der Berner Staatsrechtler Markus Müller, der sich bereits damals kritisch geäussert hatte (NZZ 30. 4. 12).

Unter den 27 Erstunterzeichnern finden sich bekannte Namen: Zu den Mahnern, die grösstenteils Schweizer Hochschulen angehören, gehören der frühere Zürcher Ökonom Bruno S. Hochschulen: Privates Geld für Professuren weckt Argwohn - Schweiz Nachrichten. C. W. Bern ⋅ Schenkungen von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen an Hochschulen werden auch in der Schweiz häufiger, fallen aber noch nicht sehr stark ins Gewicht.

An der Universität Zürich etwa machen sie gut drei Prozent des Budgets aus. Das gesamte Volumen der Vergabungen für Bildung und Forschung (ohne Kooperationen und Aufträge) wird auf 300 bis 400 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Einfluss und Verdacht Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre, wurde betont, müsse und könne vertraglich gesichert werden. Nicht zu missachten sind gewisse handfeste Aspekte. Lösung in der Regulierung? Mehrfach wurde der Ruf nach Richtlinien (etwa der Akademien) oder verbindlichen Regeln laut. Zürcher Appell: Professoren protestieren gegen Sponsoring von Unis | Studium.

27 europäische Professoren fordern ein Ende der Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sponsoring gefährde die Freiheit der Universitäten, schreiben sie. Speichern Drucken Twitter Facebook Google + Heute, wo Kooperationen zwischen Privatwirtschaft und staatlichen Universitäten auch in Europa schon fast zum Normalfall geworden sind, muss man wieder einmal grundlegende Fragen stellen: Was ist eine Universität? Universitäten sind aus der Idee entstanden, der freien Forschung, Bildung und Lehre einen geschützten und nicht käuflichen Ort zu schaffen. Anzeige Die Freiheit von Lehre und Forschung ist von der Verfassung geschützt. Auch die Universität Zürich ist 1833 aus dem Gedankengut der Unabhängigkeit heraus entstanden.

Aber: Sind die heutigen Universitäten im Zeitalter von Kooperationen und Sponsoring noch hinreichend unabhängig? Der Vertrag zwischen der Universität Zürich und der UBS wurde im Frühjahr 2012 geheim abgeschlossen. UBS-Millionen: Professoren fürchten um Unabhängigkeit der Universitäten - News Zürich: Stadt Zürich. Von «fragwürdigem Universitäts-Sponsoring» ist die Rede. Und: «Das akademische Ethos steht auf dem Spiel.» 27 Professoren und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben eine Streitschrift ins Internet gestellt und in der neusten Ausgabe der «Zeit» publiziert, die sie «Zürcher Appell» nennen.

Auf der Liste der Erstunterzeichner finden sich gewichtige Namen. Der Ökonom Bruno S. Frey ist dabei, der Philosoph Peter Bieri, der Psychiater Daniel Hell und der Staatsrechtler Andreas Auer. Die Forscher fordern besseren Schutz der Unis vor wirtschaftlichen Interessen: «Wir appellieren an die Leitung der Universitäten und an alle Bildungsverantwortlichen im In- und Ausland, dem kostbaren und von der Verfassung geschützten Gut der akademischen Freiheit und Unabhängigkeit Sorge zu tragen und das wissenschaftliche Ethos nicht mit problematischen Kooperationen zu gefährden.» Stein des Anstosses ist die 100-Millionen-Spende der UBS (UBSN 17.87 2.11%) an die Universität Zürich.

Ursula Pia Jauch. Ursula Pia Jauch (* 16. März 1959 in Zürich) ist eine Schweizer Philosophin und Publizistin. Jauch studierte Philosophie, Linguistik und Ältere Deutsche Literatur an der Universität Zürich, promovierte dort 1989 bei Helmut Holzhey über Immanuel Kant und habilitierte sich 1996 mit einer Arbeit über Julien Offray de La Mettrie. Seit 1987 war sie, mit Unterbrechung durch einen Forschungsaufenthalt in den USA 1992, Lehrbeauftragte für Philosophie an der Universität Zürich, ab 2003 Titularprofessorin daselbst. Ihr Hauptinteresse gilt der Philosophie des 18.

Jahrhunderts – insbesondere der Damenphilosophie oder der Frühaufklärung – und der Frage der Geschlechterdifferenz. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit war Jauch von 1989 bis 2010 Feuilleton-Mitarbeiterin bei der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) tätig. Werke[Bearbeiten] Autorschaft Schriften Immanuel Kant zur Geschlechterdifferenz. Reden Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen. Herausgeberschaften Einzelnachweise[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten]

Universität Bern Prof. Dr. Markus Müller.