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Bakterien & Viren Top 10

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Ebolavirus. Merkmale[Bearbeiten] Das Ebolavirus besitzt eine fadenförmige (lateinisch filum ‚Faden‘), manchmal auch bazillusförmige Gestalt. Es kann in seiner Grundstruktur aber auch gelegentlich U-förmig gebogen sein. In seiner Länge variiert es bis zu maximal 14.000 nm, jedoch beträgt der Durchmesser konstant 80 nm und es gehört damit zusammen mit der Gattung Marburgvirus aus derselben Familie zu den größten bekannten RNA-Viren.

Als weitere Besonderheit besitzt dieser Erreger auch die Matrixproteine VP40 und VP24. Herkunft allgemein[Bearbeiten] Reservoir[Bearbeiten] Übertragung[Bearbeiten] Eine Übertragung des Virus vom Reservoirwirt auf den Menschen ist bislang ein eher seltener Vorgang und der genaue Übertragungsweg noch nicht vollends geklärt.[7][8] Nach Angaben der WHO ist eine Übertragung des Virus auf den Menschen auch durch Körperkontakt mit infizierten kranken oder toten Wildtieren wie Affen, afrikanischen Waldantilopen und Flughunden aufgetreten.[9] Speziesunterscheidung[Bearbeiten] Hämorrhagisches Fieber. Hämorrhagische Fieber (von altgriechisch αἷμα haima „Blut“ und ῥήγνυμι rhēgnymi „zerreißen, zerbrechen“; alte, deutsche Bezeichnung: blutbrechende Fieber) sind infektiöse Fiebererkrankungen, die mit Blutungen einhergehen.

Sie werden meist verursacht durch Virusinfektionen, weshalb man auch von viralem hämorrhagischen Fieber (VHF) spricht. Die Erreger hämorrhagischer Fieber sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis heimisch, meist treten sie jedoch in Afrika, Südamerika oder Südostasien auf. In Mitteleuropa und Nordamerika sind tödliche VHF äußerst selten. Sie werden gelegentlich durch Reisende eingeschleppt, die sich im Ausland infiziert haben. Arten[Bearbeiten] Hämorrhagische Fieber werden von Viren verursacht, die teilweise miteinander verwandt sind (siehe auch Virus-Taxonomie). Familie der Arenaviridae Familie der Bunyaviridae Familie der Filoviridae Familie der Flaviviridae Familie der Togaviridae Chikungunyafieber Übertragung[Bearbeiten] Symptome und Behandlung[Bearbeiten] Ebolafieber. Erreger[Bearbeiten] Deshalb sehen die Forscher diese Tierarten als Reservoirwirte des Virus an und empfehlen, dass diese Tiere nicht mehr von der einheimischen Bevölkerung in West- und Zentralafrika gegessen werden sollten, um eine Übertragung des Erregers vom Tier auf den Menschen zu vermeiden.[4] Der Subtyp Reston löst in Makaken die Krankheit aus, eine Krankheitsauslösung beim Menschen wurde jedoch bislang nicht festgestellt.[5] Übertragung[Bearbeiten] EM-Aufnahme eines Ebolavirus Von Mensch zu Mensch wird das Ebolavirus bei direktem Körperkontakt und bei Kontakt mit Körperausscheidungen infizierter Personen per Kontaktinfektion bzw.

Schmierinfektion übertragen. Eine Übertragung von mit dem Ebolavirus infizierten, aber nicht erkrankten Tieren auf den Menschen ist in gleicher Weise und durch den Verzehr dieser als Reservoirwirte dienenden Tiere möglich. Diagnose[Bearbeiten] Symptome[Bearbeiten] Therapie[Bearbeiten] Isolationsgerät für Ebola-Infizierte 1976 in Zaire. Vorbeugung[Bearbeiten] Humanes Immundefizienz-Virus / HIV. Das Humane Immundefizienz-Virus (englisch human immunodeficiency virus), zumeist abgekürzt als HIV oder auch bezeichnet als Menschliches Immunschwäche-Virus oder Menschliches Immundefekt-Virus, ist ein Virus, das zur Familie der Retroviren und zur Gattung der Lentiviren gehört.

Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen symptomfreien Latenzphase in der Regel zu AIDS (engl. acquired immunodeficiency syndrome ‚erworbenes Immundefizienzsyndrom‘). Die Verbreitung von HIV hat sich seit Anfang der 1980er Jahre zu einer Pandemie entwickelt, die nach Schätzungen der Organisation UNAIDS bisher etwa 28 Millionen Leben gefordert hat.

Ende 2010 waren geschätzt 34 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert, wobei die Verteilung auf beide Geschlechter in etwa gleich ist. Im Jahr 2010 starben ungefähr 1,8 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer HIV-Infektion. Struktur und Aufbau des HI-Virus[Bearbeiten] Aufbau des HI-Virions. AIDS. Acquired Immune Deficiency Syndrome, auch Acquired immunodeficiency syndrome (englisch für „erworbenes Immundefektsyndrom“), zumeist abgekürzt AIDS oder Aids, bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen, die beim Menschen infolge der durch Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HI-Virus, HIV) induzierten Zerstörung des Immunsystems auftreten.[1] Bei den Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen und Tumoren.

AIDS wurde am 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt. Laut UNAIDS lebten im Jahr 2012 weltweit etwa 35,3 Millionen HIV-positive Menschen. 2012 kam es zu etwa 3,4 Millionen HIV-Neuinfektionen (d. h. etwa 9300 Neuinfektionen pro Tag), und etwa 1,9 Millionen Menschen starben an den Folgen von HIV/AIDS. Seit Beginn der Epidemie starben 36 Millionen Menschen an AIDS. Die Rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen Definition und Klassifikation Klassifikation in der ICD-10 CDC-Definition. Yersinia pestis. Yersinia pestis ist ein gramnegatives, unbegeißeltes, sporenloses, fakultativ anaerobes Stäbchenbakterium. Es zählt zu den Enterobakterien und ist der Erreger der Lungen- und Beulenpest. Mit einigen weiteren Bakterien bildet es die Gattung Yersinia. Yersinia pestis wurde von Alexandre Émile Jean Yersin 1894 entdeckt und ursprünglich nach Louis Pasteur Pasteurella pestis getauft, 1967 jedoch Yersin zu Ehren umbenannt.

Virulenz[Bearbeiten] Die Virulenz von Yersinia pestis entsteht durch Ektotoxin, Endotoxin- und Bakterienkapselbildung. 1980 stellten Dan Cavanaugh und James Williams fest, dass die Virulenz des Bakteriums temperaturabhängig ist. Von den hunderten von bekannten Bakterienstämmen sind nur wenige virulent. Bricht der Krankheitserreger in die Blutbahn ein, was in 50–90 % der unbehandelten Fälle geschieht, so entsteht die Pestsepsis, also eine Streuung in die Blutbahn. Systematik und Ausbreitung[Bearbeiten] R. Mutationen[Bearbeiten] Lebensdauer[Bearbeiten] Übertragung[Bearbeiten] Beulenpest. Vorkommen der Pest in Tieren (1998) Die Pest (lateinisch pestis ‚Seuche‘) ist eine hochgradig ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie ist ursprünglich eine Zoonose von Nagetieren (Murmeltiere, Ratten, Eichhörnchen), bei deren Populationen sie enzootisch sein kann.

Daher kommt auch der Begriff „silvatische Pest“ (lat. silva ‚Wald‘) bei sich unmittelbar ansteckenden Menschen. Der Ausbruch dieser Erkrankung ist gegebenenfalls weltweit möglich. Erreger Yersinia pestis Die Pest wird bei Mensch und Tier durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst. Vorkommen Übertragungsweg Die Pest kann auf verschiedene Weise übertragen werden: Zum einen durch den Biss von mit Krankheitserregern verseuchten Insekten, vorwiegend Flöhen, zum anderen durch Tröpfcheninfektion.

Flöhe Das Zwischenglied bei der Übertragung von der Ratte auf den Menschen ist der Floh. Diese Floharten unterscheiden sich in ihrer Vektoreffektivität. Warmblütige Wirtstiere Beulenpest. Variola Virus. Ein mit Pocken infiziertes Kind Die Pocken (auch Blattern; lateinisch Variola) war eine für den Menschen gefährliche Infektionskrankheit, die von Pockenviren verursacht wurde. Seit den letzten Erkrankungen 1977 in Somalia sind keine Pockenfälle mehr aufgetreten; der letzte Fall in Deutschland trat 1972 in Hannover auf.

Durch ein konsequentes Impf- und Bekämpfungsprogramm der WHO und anderer Gesundheitsorganisationen wurde erreicht, dass 1980 die Welt von der WHO für pockenfrei erklärt werden konnte, weil der Erreger nur durch den Menschen weitergegeben werden kann. Dennoch sind weitere Pockeninfektionen nicht völlig ausgeschlossen. Erreger[Bearbeiten] Pockenviren, TEM Pockenviren Die Erreger der Pocken beim Menschen sind Viren aus der Gattung Orthopoxvirus. Tierpocken[Bearbeiten] Neben den Pockenerkrankungen des Menschen gibt es auch bei einer Reihe von Tieren durch verwandte Viren ausgelöste Erkrankungen. Übertragung[Bearbeiten] Krankheitsverlauf[Bearbeiten] Pocken Impfung[Bearbeiten] Am 26.

Orthopoxvirus. Nicht klassifizierte Arten: Waschbärenpockenvirus (Endwirt Waschbär)California-Wühlmauspockenvirus (Endwirt Wühlmaus)Taterapockenvirus (Endwirt Nagetiere) Pocken. Bacillus anthracis. Sporen von Bacillus anthracis Bacillus anthracis ist der Erreger des Milzbrandes. Das Bakterium gehört in die Gruppe der grampositiven Bakterien und bildet dort gemeinsam mit anderen Bakterien u.a der Gattungen Bacillus (Aerobier) und Clostridium (Anaerobier) die Bacillaceae. Morphologie[Bearbeiten] Das Milzbrandbakterium ist ein relativ großes (1–6 Mikrometer), obligat aerobes, unbewegliches Stäbchenbakterium, welches vor allem durch Endosporen übertragen wird.

Die Sporen selbst bilden sich in der leicht verjüngten Mitte des Stäbchens, die Bakterien schließen sich typischerweise zu Ketten oder Fäden zusammen, die als bambusartig imponieren. Bacillus anthracis besitzt mit 83 % einen hohen Anteil verzweigter Fettsäureketten.[1] Übertragung[Bearbeiten] Die Bakterien überdauern in Sporenform auch jahrzehntelang im Boden. Pathogenese[Bearbeiten] Die pathogenen Eigenschaften des Bakteriums lassen sich auf zwei Plasmide zurückführen.

Klinik[Bearbeiten] Therapie[Bearbeiten] Geschichte[Bearbeiten] Milzbrand / Anthrax. Zellen des Bacillus anthracis Blut einer Milzbrandleiche – zahlreiche Milzbrandbazillen in einzelnen und zusammenhängenden Stäbchen; Vergrößerung 1000-fach, Gram-Färbung Anthrax-Bakterien Milzbrand oder Anthrax ist eine Infektionskrankheit, die durch Bacillus anthracis verursacht wird und meist Paarhufer befällt.

Auch Menschen können befallen werden, wenn sie hohen Dosen der Milzbrandsporen ausgesetzt sind. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als sehr unwahrscheinlich; es wurde bislang kein solcher Fall dokumentiert. Der deutsche Name leitet sich von der braunschwarzen Verfärbung einer schwer befallenen Milz ab.[1] Der Erreger des Milzbrands ist ein aerobes und sporenbildendes Stäbchenbakterium und wurde 1849 durch Aloys Pollender entdeckt.

Erreger[Bearbeiten] Der Milzbranderreger, Bacillus anthracis, gehört zur Gattung Bacillus (sporenbildende, aerobe Stäbchenbakterien) innerhalb der Familie Bacillaceae. Das Bakterium selbst ist nicht sehr widerstandsfähig. Verbreitung[Bearbeiten] Influenza. Influenza-Virus Alltagssprachlich wird die Bezeichnung Grippe häufig auch für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich um verschiedene andere, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Virusinfektionen handelt. Vorkommen Die Influenzaviren und die durch sie ausgelösten Erkrankungen existieren weltweit, allerdings kommen im Gegensatz zu den anderen Virustypen (insbesondere A) die Influenza-C-Viren nur sehr selten als Erreger der Virusgrippe vor. Jährlich sind nach Schätzungen der World Health Organization (WHO) 10 bis 20 % der Weltbevölkerung betroffen.

Die Influenzaviren gehören zur Gruppe der Orthomyxoviridae. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza veröffentlicht unter der Federführung des Robert-Koch-Instituts jährlich einen Saison-Abschlussbericht, in dem die jeweiligen statistischen Jahresdaten des Verlaufes der Erkrankung in Deutschland festgehalten sind.[1] Übertragung Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Munds und der Augen in den Körper ein. T½ = Halbwertszeit. Spanische Grippe. Polizisten in Seattle während der Spanischen Grippe im Dezember 1918 Die Spanische Grippe war eine Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 durch einen ungewöhnlich virulenten Abkömmling des Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) verursacht wurde und mehrere Dutzend Millionen Todesopfer forderte. Der fachwissenschaftlichen Literatur zufolge betrug die Zahl der Todesopfer mindestens 25 Millionen; in ihrer Bilanz in der Fachzeitschrift Bulletin of the History of Medicine vom Frühjahr 2002 kamen die Autoren sogar auf knapp 50 Millionen Todesopfer.[1] Die Auswirkung der Pandemie ist damit in absoluten Zahlen mit dem Ausbruch der Pest von 1348 vergleichbar, der damals mehr als ein Drittel der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel.

Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden. Die Bezeichnung „Spanische Grippe“[Bearbeiten] – zit. n. Davies, S. 59 Die drei Wellen[Bearbeiten] West-Nil-Virus. Übertragung[Bearbeiten] Symptome[Bearbeiten] Beim Menschen ergeben sich in 80 % der Fälle keine Symptome durch die Infektion. In anderen Fällen ergeben sich Grippe-ähnliche Symptome, bekannt als West-Nil-Fieber. Das Virus ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren und kann dadurch eine Enzephalitis (Entzündung des Gehirns), Meningitis (Entzündung der Hirnhaut) oder akute schlaffe Lähmung (Paralyse) auslösen (in 0,7 % der Fälle, weniger als 1 Fall pro 150 Infizierten). Die neuroinvasiven Infektionen führen darüber hinaus häufig zu schweren bleibenden Behinderungen. Behandlung[Bearbeiten] Eine wirksame Behandlung ist nicht bekannt.

Geschichte und Epidemiologie[Bearbeiten] Es gibt die These, dass schon Alexander der Große ebenfalls durch das West-Nil-Virus starb, da Plutarch berichtete, dass vor Alexanders Ableben Raben tot vom Himmel fielen. Weltweites Vorkommen des West-Nil-Virus 2006 nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention Statistik USA[Bearbeiten] I. Staphylococcus aureus (MRSA) Staphylococcus aureus ist ein kugelförmiges, Gram-positives Bakterium, das häufig in Haufen (Traubenform, altgriechisch στἄφὔλἠ /staphyle – Traube) angeordnet ist (Haufenkokken). Staphylokokken bewegen sich nicht aktiv und bilden keine Sporen.

Die Größe des Bakteriums liegt üblicherweise zwischen 0,8 und 1,2 µm. S. aureus kommt fast überall in der Natur, auch auf der Haut und in den oberen Atemwegen von 25 bis 30 % aller Menschen vor. Meist löst es keine Krankheitssymptome aus. Man spricht in diesem Falle von einer klinisch asymptomatischen Besiedlung oder Kolonisation der Person mit dem potentiell pathogenen Bakterium („Kolonisationskeim“). Name[Bearbeiten] Pathomechanismen[Bearbeiten] Staphylococcus aureus in der Gram-Färbung, man erkennt die charakteristischen namensgebenden traubenförmigen Zusammenballungen. Staphylococcus aureus auf Baird-Parker-Agar mit deutlicher Hofbildung Die Koagulase und der Clumping Faktor werden zum Nachweis von S. aureus herangezogen. Nekrotisierende Fasziitis.

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