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Status Civitatis Vaticanæ

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Kirchenstaat. Seit den Lateranverträgen von 1929, in denen die staatliche Souveränität des Vatikans als weltlicher Sitz des Papstes durch die italienische Regierung anerkannt wurde, gilt die Vatikanstadt in Rom als verbliebener Nachfolgestaat des Kirchenstaats.

Kirchenstaat

Geographie[Bearbeiten] Der Kirchenstaat war im Grunde ein Staatenverbund, der im Laufe des Mittelalters von Rom und Latium ausgehend immer größere Teile Mittelitaliens bis hin zur Adria umfasste. Darüber hinaus gehörten zwei süditalienische, von neapolitanischem Gebiet umschlossene Exklaven – Benevent und Pontecorvo – zum Kirchenstaat; seit dem zeitweiligen, von Frankreich erzwungenen Papsttum in Avignon im 14. Kirchenstaat - www.kath.de. Früher der ausgedehnte Landbesitz der Päpste nach der Konstantinischen Wende; heute vor allem das Territorium des Staates der Vatikanstadt (Vatikan) sowie exterritorialer Haus- und Grundbesitz in Rom und Castel Gandolfo Das Patrimonium Petri unter Papst Zacharias: Durch seinen Entscheid wird fränkische Hausmeier und Herzog Pippin der Kleine (Sohn Karl Martells) anstelle des Merowingers Childerich fränkischer König. (752 gekrönt – vorentscheidend für spätere Investitur-Frage.)

Kirchenstaat - www.kath.de

Vermittlung durch Burkhard Bischof von Würzburg. Zu gleicher Zeit: Langobardenkönig Aistulf besiegt Ravenna und beendet das byzantinische Exarchat. Beansprucht den ducatus Romanus, das römische Herzogtum, das dem Exarchat rechtlich untersteht. Papst Stephan II bittet Pippin um Beistand, da vom oströmischen Konstantin V. keine Hilfe zu erwarten. 753 Begegnung in der Kaiserpfalz Ponthion nahe Bar-le-Duc. Lateranverträge. Karte der Vatikanstadt (Annex der Lateranverträge) - dunkelgrau: vatikanisches Territorium, hellgrau: vatikanisches Territorium (Sicherheitsagenden an italienische Exekutive delegiert) rot:Status unklar Vorgeschichte[Bearbeiten] Nach der Besetzung Roms durch die italienische Unabhängigkeitsbewegung (vgl.

Lateranverträge

Risorgimento) am 20. September 1870 wurde unter anderem der Kirchenstaat aufgelöst, um den italienischen Nationalstaat zu schaffen. Die kirchliche Verwaltung konzentrierte sich ab diesem Zeitpunkt auf die Vatikanstadt, wo de facto die Souveränität des Papstes weiter bestand, ohne dass sie rechtlich abgesichert gewesen wäre. Vatikanstadt. Der Staat Vatikanstadt (amtliche Langform in Deutschland[3] und der Schweiz[4]) oder Staat der Vatikanstadt (amtliche Langform in Österreich[5]), kurz auch Vatikan, Vatikanstadt oder Vatikanstaat genannt, ist der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt.

Vatikanstadt

Er ist eine Enklave in Italien innerhalb des Stadtgebiets von Rom, hat eine Fläche von 0,44 Quadratkilometern und etwa 836 Einwohner (siehe unten Abschnitt Bevölkerung). Zum Territorium der Vatikanstadt gehören unter anderem der Petersdom, der Petersplatz, die Sixtinische Kapelle sowie die Paläste und Gärten innerhalb der vatikanischen Mauern. Der Staat Vatikanstadt ist eine absolute Wahlmonarchie, deren Oberhaupt der Papst ist. Dieser wird von den Kardinälen gewählt und scheidet nur durch Tod oder Rücktritt aus diesem Amt aus. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Zwergstaat auf internationaler Ebene. Recht der Vatikanstadt. Das Recht der Vatikanstadt bezeichnet die Gesamtheit gerichtlich durchsetzbarer gesellschaftlicher Normen im Staat der Vatikanstadt.

Recht der Vatikanstadt

Es ist zu unterscheiden vom kanonischen Recht. Es ist vom Recht Italiens verschieden, lehnt sich jedoch stark an dieses an und gehört deshalb zum romanischen Rechtskreis. Gerichtsorganisation[Bearbeiten] Flagge des Vatikanstaates. Grundgesetz des Staates der Vatikanstadt. Das Grundgesetz des Staates der Vatikanstadt (ital.: Legge fondamentale dello Stato della Città del Vaticano) wurde am 26.

Grundgesetz des Staates der Vatikanstadt

November 2000 von Papst Johannes Paul II. verkündet. Es trat am 22. Februar 2001 in Kraft. Es ersetzt das Grundgesetz der Vatikanstadt von 1929, das von Papst Pius XI. infolge der Lateranverträge erlassen worden war. Das neue Grundgesetz des Vatikanstaates. Im Ergänzungsband der Acta Apostolicae Sedis, in dem gewöhnlich die Gesetze des Vatikanstaates veröffentlicht werden, erscheint heute der Text eines neuen Grundgesetzes des Vatikanstaates, das das vorhergehende, erstmals von Papst Pius XI. im Jahr 1929 erlassene ersetzt.

Das neue Grundgesetz des Vatikanstaates

Wie in der Einleitung des neuen Gesetzes richtig bemerkt wird, hat der Papst »die Notwendigkeit erkannt,den an der Rechtsordnung des Vatikanstaates von Zeit zu Zeit vorgenommenen Änderungen eine systematische und organische Form zu geben«. Um daher den besonders für die Freiheit des Apostolischen Stuhls verbürgenden Staat, durch den die tatsächliche und sichtbare Unabhängigkeit des Papstes in der Ausübung Seiner Weltmission gewährleistet wird, immer mehr seiner institutionellen Zweckbestimmung näherzubringen, hat der Papst aus eigenem Antrieb und sicherem Wissen im Vollbesitz Seiner höchsten Autorität, das nachfolgende Gesetz promulgiert: Art. 1 1. 2. Codex Iuris Canonici. Der Codex Iuris Canonici (CIC, dt.

Codex Iuris Canonici

„Kodex des kanonischen Rechtes“) ist das Gesetzbuch des Kirchenrechts der katholischen Kirche für die Lateinische Kirche. Die aktuelle Fassung ist der von Papst Johannes Paul II. promulgierte Codex Iuris Canonici 1983. Universi Dominici gregis. Universi Dominici gregis über die Vakanz des apostolischen Stuhles und die Wahl des Papstes von Rom ist eine Apostolische Konstitution Papst Johannes Pauls II.

Universi Dominici gregis

Die Konstitution vom 22. Februar 1996 legt die Vorgehensweise während einer Sedisvakanz und des anschließenden Konklaves fest. Johannes Paul II. fasste mit der Konstitution die bisher gültigen Bestimmungen bezüglich der Wahl des Papstes zusammen und veränderte sie in einigen Punkten. Wichtige Änderungen gegenüber früheren Regelungen: Pastor Bonus. Pastor Bonus (PB; lat.: Der gute Hirte) ist die derzeit gültige Apostolische Konstitution über die Römische Kurie, sie wurde am 28.

Pastor Bonus

Juni 1988 durch Papst Johannes Paul II. erlassen. Hierbei handelt es sich um ein Gesetz mit Außenwirkung gem. cc. 7 ff., c. 12 § 1 CIC. Im Wesentlichen wird eine Reorganisation, Umbenennung und Neuordnung der Römischen Kurie festgeschrieben. Einige Kongregationen erhalten neue Definitionen, andere werden umstrukturiert und Päpstliche Räte und Kommissionen erhalten neue Arbeitsanweisungen. Ebenfalls wird die Aufgabe der Bischöfe neu definiert, die Besuchsregelung für Bischöfe nach Rom wird geregelt und angeordnet, und das Verhältnis vom Papst zur römischen Kurie klargestellt.

Strafrecht (Vatikanstadt) Als Strafrecht bezeichnet man im Recht der Vatikanstadt die Gesamtheit der Normen, die die Voraussetzungen und das Verfahren regeln, nach denen über einen Menschen eine Strafe zu verhängen und zu vollziehen ist. Nach Art. 22 der Lateranverträge übernimmt der italienische Staat auf Antrag des Vatikans die Strafverfolgung, das Strafverfahren und den Strafvollzug auf Kosten des Vatikanstaates.

Wichtigste Rechtsquelle des Strafrechts ist der codice Zanardelli von 1889, der in Italien selbst seit 1930 von den Faschisten durch den codice Rocco ersetzt wurde. In der Vatikanstadt gilt er seit den Lateranverträgen von 1929 und hat seitdem nur kleinere Veränderungen, etwa im Bereich der Drogenkriminalität, erfahren. Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt. Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt (ital.: Pontificia Commissione per lo Stato della Città del Vaticano) übt im Namen des Papstes die Legislative im Staat Vatikanstadt aus.

Die Päpstliche Kommission leitet die Haushalts- und Finanzpolitik des Vatikans. Ihr unterstehen die verschiedenen Ämter und Dienste des Governatorats der Vatikanstadt, das die Exekutive bildet. Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt wurde 1939 von Papst Pius XII. eingerichtet und löste den bis dahin regierenden Zentralrat ab. Überblick[Bearbeiten] Der Papst ist das Staatsoberhaupt des Staates der Vatikanstadt und damit der letzte absolute Monarch Europas.

Governatorat der Vatikanstadt. Das Governatorat der Vatikanstadt (ital.: Governatorato dello Stato della Città del Vaticano) ist die Staatsverwaltung der Vatikanstadt. Es besteht aus einer Kommission von sieben Kardinälen, der ein Präsident vorsteht. Dieser ist somit Regierungschef der Vatikanstadt. Päpstliche Schweizergarde.

Schweizergardisten in ihren traditionellen Uniformen Die Päpstliche Schweizergarde (italienisch Guardia Svizzera Pontificia (GSP), lateinisch Pontificia Cohors Helvetica, auch Cohors Pedestris Helvetiorum a Sacra Custodia Pontificis) ist das einzige verbliebene päpstliche Armeekorps in Waffen. Sie sichert den apostolischen Palast, die Zugänge zur Vatikanstadt sowie den Eingang des Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Papstes, und ist für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich. Die offiziellen Sprachen (Kommandosprachen) der Garde sind Deutsch und Italienisch.

Gendarmeriekorps der Vatikanstadt. Das Gendarmeriekorps der Vatikanstadt (italienisch: Corpo della Gendarmeria dello Stato della Città del Vaticano), kurz meist nur „Gendarmeria Vaticana“ genannt, übt im Vatikanstaat sowie in den extraterritorialen Gebieten des Heiligen Stuhls[2] die Funktionen einer Staats-, Justiz- und Verkehrspolizei aus und untersteht der Direktion für Sicherheit und Zivilschutz (Direzione dei Servizi di Sicurezza e Protezione Civile). Das Korps ist nicht identisch mit der Schweizergarde, welche die inoffizielle Armee des Vatikanstaats bildet.

Geschichte[Bearbeiten] Ein Polizeiwagen der Gendarmeria. Die Päpstlichen Zuaven und das Ende des Kirchenstaates.