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Momentan läuft eine große Werbekampagne für die Aktion " Deutschland rundet auf ". Eine Kollegin hatte mich vor ein paar Tagen darauf angesprochen, allerdings zunächst nur mit dem Hintergedanken des Aufrundens: "Ist doch praktisch, wenn das hier so wie in Holland wird. Dann hat man weniger mit den ganz kleinen Münzen an der Kasse zu tun." Das war leider ein Trugschluss.
Hey, ihr Pappnasen! Aus irgendeinem Grund gehe ich davon aus, dass ich die Deichkind-Generation am besten mit sachten Beleidigungen anspreche, so’n bisschen Anti-Hipster-Berlin-Fashion-Blog-mäßig, aber nicht zu böse, natürlich, alles nur Spaß. Ich weiß gar nicht, woher ich dieses Davonausgehen habe, aber egal, das Kleingedruckte liest ja eh keiner. Für das Berliner Zusatzkonzert von Deichkind am 26.
Den Nachmittag des 11. September habe ich ziemlich von Anfang an vor CNN und BBC World verbracht. Was ich gemacht habe, bevor das erste Flugzeug ins World Trade Center eingeschlagen ist, weiß ich nicht mehr, es kann nicht besonders wichtig gewesen sein. Dank des Internets kann ich diese Momente auch zehn Jahre danach abspulen – der zweite Flugzeugeinschlag, wieder und wieder, das kurze Statement von Bush, dann irgendwann die Einblendung »Reports of fire at Pentagon«, dann wird das Weiße Haus evakuiert.
Er fiel mir als erstes in den Monaten vor der Carta-Gründung auf. Immer wieder erschienen kluge Texte und Interviews mit ihm über den digitalen Medienwandel, in denen er die Knackpunkte der Entwicklung klar benannte. Damals googelte ich seinen Namen und stieß nur auf eine recht dürre Website seines “Berlin Institutes”. Heute ist das ganz, ganz anders. Irgendwann googelte ich wieder, da ich irgendwie erwartete, dass er mindestens ein eigenes Blog starten würde – und siehe da: Eine halbfertige Homepage kam mir entgegen – mit dem etwas wahnwitzigen, weil so umfassenden Namen “Carta”. Ich schrieb eine kleine Notiz .
Wie heißt es doch so schön? Sei deinen Freunden nah, und deinen Feinden noch näher. So oder so ähnlich lautet das Sprichwort, welches sich das Entwickler-Team von EnemyGraph auf die Fahnen geschrieben hat. EnemyGraph ist eine Anwendung, die es erlaubt unsägliche Personen und Seiten, oder mal etwas drastischer ausgedrückt – seine Feinde – in eine Liste zu packen und dient dabei als nette Abwechslung zur eingestaubten Like-Button-Kultur auf Facebook.