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SPECIAL 3/2007 - Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis Ausgabe: Jahr: Heft 3/2007 Abo-Angebote Sichern Sie sich weitere SPIEGEL-Titel im Abo zum Vorteilspreis! Jetzt Abo sichern Ältere SPIEGEL-Ausgaben Kostenloses Archiv: Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie. Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen? Mehr Serviceangebote von SPIEGEL-ONLINE-Partnern. The Web Means the End of Forgetting. Streitthema "Tracking": Personalisierte Werbung: Durchs Netz verfolgt - Wirtschaft. 28.03.2012 00:00 Uhrvon Johannes Schneider Bild vergrößern Schuhe für Frauen, Anlagefonds für Männer - zielgerichtete Werbung im Internet boomt, auch wenn sie oft noch falsch liegt in ihrer zielgenauen Ansprache.

Doch Datenschützer warnen vor der kommerziellen Ausbeutung der Nutzerprofile. Manchmal treibt die personenbezogene Werbung im Netz seltsame Blüten. Wer bei Facebook seine Freunde fragt, bekommt viele derartige Kuriositäten erzählt. Wirklich ausgereift wirkt das System des individualisierten Marketings an vielen Stellen noch nicht. Dabei ist der Anspruch der Unternehmen, die solche Werbeflächen anbieten, immens: So „nützlich und relevant“ sollten die Anzeigen erscheinen, dass man von einer Art „information in their own right“, einem eigenständigen Informationskanal, sprechen könne, schrieb Google in seinem Geschäftsbericht 2011 zum Thema „Advertising“.

Unterdessen wächst unter Datenschützern der Unmut über die Technologie, die vielen dieser Angebote zugrunde liegt. The Web Means the End of Forgetting. Digitales Gedächtnis: Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu löschen ist - Forschung und Lehre. Internet: Innenminister fordert „digitalen Radiergummi“ - Netzwirtschaft. 4chan: Die Ursuppe von Anonymous.

Eigentlich spricht man nicht über /b/, so will es eine inoffizielle Regel. Aber um den Anfängen von Anonymous nachzuspüren, müssen wir eine Ausnahme machen. Es gibt wohl keinen anderen Ort im Internet, an dem Genialität und Grauen so nah beieinanderliegen. Obwohl jeder leicht an diesen Ort gelangen kann, verirren sich vergleichsweise wenige dorthin. Zum Glück, könnte man sagen. Man möchte seinen Eltern beispielsweise nicht dazu raten, die Adresse 4chan.org/b/ mit dem Webbrowser anzusteuern. Es würde sie verstören, ratlos und angewidert zurücklassen, was dort ständig auftaucht und schnell auch wieder verschwindet. Eine Momentaufnahme aus 4chan: Das Ultraschallbild eines Babys, eine Meerjungfrau mit blauer Haut und Elfenohren, jede Menge Pornobilder - nicht wenige mit halbtoten Oktopoden. Für diese Art der Kulturverbreitung über Weitergabe und Remixe hat sich der Begriff Mem etabliert.

Gegründet wurde 4chan von einem Teenager in den USA - aus Langeweile. 4chan ist das Anti-Facebook. Digitaler Radiergummi: Was im Netz steht, bleibt - Computer & Internet. EU-Datenschutz: Recht auf digitales Vergessen in Vorbereitung. Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding setzt sich für einen stärkeren Datenschutz auf EU-Ebene ein. Unterstützung bekommt sie dabei auch von der deutschen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Bei einem Gespräch am Montag in Brüssel haben beide die Möglichkeiten zur Stärkung der EU-Datenschutzvorschriften erörtert. Aigner und Reding wollen mit einer Modernisierung der EU-Datenschutzvorschriften den Verbrauchern eine bessere Kontrolle über ihre Daten geben. "Deshalb sollte das EU-Recht aus unserer Sicht die ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher als Vorbedingung für die Verarbeitung ihrer Daten vorschreiben. Außerdem sollten Verbraucher jederzeit und selbstbestimmt ihre persönlichen Daten löschen können, insbesondere die Daten, die sie selbst ins Internet stellen", erklärten Aigner und Reding nach dem Treffen.

Den Datenschutz sehen sie dabei als "ein grenzübergreifendes Thema" von "zentraler Bedeutung" für Verbraucher und Unternehmen. EU-Datenschutz auch im Ausland. Vergessen im Internet: Das menschliche Element - Digitales Denken. EU-Recht auf digitales Vergessen: Einschränkung der Pressefreiheit im Internet droht. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat davor gewarnt, dass eine EU-einheitliche Neuregelung des Verbraucherschutzes unbeabsichtigt zur Einschränkung der Pressefreiheit im Internet führen könnte. Aigner sagte der Tageszeitung Die Welt: "Eine EU-Vorgabe darf nicht dazu führen, dass Onlineredaktionen oder Zeitungsverlage verpflichtet werden könnten, Artikel nachträglich auf Klage eines Einzelnen aus den Archiven zu nehmen. So wichtig Datenschutz für den Einzelnen ist - wir müssen immer die Grundrechte abwägen und dürfen nicht zulassen, dass die Presse- und Meinungsfreiheit in Gefahr gerät.

" EU-Kommissarin Viviane Reding hatte am 22. Januar 2012 auf der Burd-Konferenz DLD in München für die Nutzer erneut ein Recht auf Vergessen im Internet eingefordert. Reding sagte dort: "Das Recht auf digitales Vergessen wird eine zentrale Säule meiner Reformvorschläge werden. Nachtrag vom 25. Digitales Erinnern: Kein Vergeben, kein Vergessen | Digital. Das Internet hat ein gnadenloses Gedächtnis: Sein Wissen über die Menschen hält ewig.

Speichern Drucken Twitter Facebook Google + Ein USB-Flash-Speicher | © YOSHIKAZU TSUNO/AFP/Getty Images Jahrtausendelang hat der Mensch daran gearbeitet, dem Vergessen ein Ende zu bereiten. Doch manchen Zeitgenossen ist das auch wieder nicht recht. Anzeige Denn das Netz speichert alles. Und es kommt noch schlimmer. Falsch gedacht! Längst werden ja Daten systematisch aus dem Netz gelöscht . Wer so denkt, argumentiert nicht automatisch gegen das Erinnern im Netz. Viktor Mayer-Schönberger: "Ein digitaler Radiergummi ist nur ein Teil der Lösung" | Digital. Technik kann helfen, das Netz Vergessen zu lehren, sagt Viktor Mayer-Schönberger, Erfinder der Idee des digitalen Vergessens. Vor allem sei aber eine Debatte nötig. Speichern Drucken Twitter Facebook Google + Ilse Aigner, Ministerin für Verbraucherschutz, propagiert derzeiteinen "digitalen Radiergummi".

ZEIT ONLINE: Herr Mayer-Schönberger, Sie haben in Ihrem Buch Delete propagiert, Daten sollten ein Verfallsdatum haben, das Internet sollte das Vergessen lernen. Viktor Mayer-Schönberger: Ich wünsche mir ein Vergessen, das den Menschen zum Mittelpunkt hat. Anzeige Viktor Mayer-Schönberger Mayer-Schönberger studierte Jura in Salzburg, Cambridge und Harvard. Aber die Technik allein wird das Problem nicht lösen – das hat auch Frau Aigner gesagt. ZEIT ONLINE: Bei dem von Michael Backes entwickelten System werden die Daten verschlüsselt. Mayer-Schönberger: Das ist ohne Detailkenntnisse schwer zu beurteilen. Ich hoffe für Michael Backes und seine Kollegen, dass es ihnen besser ergeht. Interview: "Daten brauchen ein Verfallsdatum" Viktor Mayer-Schönberger ist Professor für Politologie an der Harvard Universität. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit den politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Dimensionen der Kommunikationsnetze.

Golem.de: Herr Mayer-Schönberger, es gibt Menschen, die halten das Erinnern hoch. Sie hingegen fordern ein Verfallsdatum für digitale Daten, damit das Internet vergisst. Weshalb? Mayer-Schönberger: Ich setze mich für das digitale Vergessen ein, weil wir in der analogen Welt in der Regel vergessen und uns nur im Ausnahmefall erinnern. Wenn wir gesellschaftlich oder individuell etwas für wichtig halten, dann erinnern wir uns auch daran. Wir halten es in unseren Köpfen, aber auch extern fest. Das ist das Entscheidende. Golem.de: Was gibt es für so ein Vorhaben zu beachten? Mayer-Schönberger: Ich schlage vor, dass das Ablauf- oder Verfallsdatum einer Information als Metainformation mit gespeichert wird.

Golem.de: Wie könnte man das implementieren und durchsetzen?