Europe-v-facebook.org. Like-Button von Facebook: Personenbezogene Daten – gefällt mir (nicht)! Seit seiner Einführung haben tausende Webseitenbetreiber den Like-Button von Facebook in ihre Seiten eingebunden. Das Pikante: Der Button späht Nutzer dabei auch dann aus, wenn er nicht angeklickt wird. Ist nun Facebook der neue Big Brother? Michael Marc Maisch hält den kleinen Daumen für datenschutzwidrig und warnt vor drohenden Bußgeldern. Facebook als Betreiber des weltgrößten Sozialen Netzwerks mit über 500 Millionen Nutzern hat im April 2010 den sogenannten Like-Button ("Gefällt mir" oder "Empfehlen") vorgestellt. Der Like-Button ermöglicht, bestimmte definierte Medieninhalte über News-Feeds an Empfänger innerhalb von Facebook in Echtzeit zu verbreiten. Facebook geht dabei davon aus, dass menschliche Beziehungen und Interessen miteinander verknüpft sind. Sobald eine Webseite mit einem Like-Button von einem Nutzer aufgerufen wird, lädt im Browser unbemerkbar ein Skript, das versucht, den Nutzer als Facebook-Mitglied zu identifizieren.
Hindernis: Schutzpflichten im Telemedienrecht. Soziales Netzwerk: Facebook stopfte Datenleck erst nach vier Jahren. Software-Experten der Sicherheitsfirma Symantec haben ein Datenleck bei Facebook entdeckt. Betroffen ist die Freigabe bestimmter Datenzugriffe für Facebook-Anwendungen. Laut Symantec hatten Dritte - in erster Linie Facebooks Werbekunden - Zugriff auf Facebook-Profile, Fotos und Chats. Sie hätten sogar Status-Meldungen im Namen der Betroffenen versenden können. Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook von einer derartigen Sicherheitslücke betroffen ist. Ende 2010 hatte es schon einmal ein ähnlich gelagertes Problem gegeben, bei dem einige Facebook-Anwendungen die eindeutigen Profilnummern von Anwendern an Werbefirmen und Adresshändler weiterreichten. Der Grund für die ungewollte Offenheit: Versehentlich wurden den Werbetreibenden sogenannte access tokens der Anwender übertragen.
Die Symantec-Sicherheitsexperten Nishant Doshi und Candid Wueest bezweifeln allerdings, dass überhaupt ein Schaden entstanden ist. Es kann nicht sein, was nicht sein darf News verfolgen. Anwendungen von drittanbieter + facebook. Experten-Analyse: Hier provoziert Facebook Datenschutzärger. In den Vereinigten Staaten ist Facebook unter Druck: Politiker fordern mehr Datenschutz und Facebooks ehemaliger Datenschutz-Chef Chris Kelly warnt in seinem Wahlkampf um das Amt des kalifornischen Generalstaatsanwalts den alten Arbeitgeber: Facebook solle Nutzern mehr Kontrolle geben. Er werde im Amt mit aller Macht gegen Unternehmen vorgehen, sollten sie das Gesetz brechen - "einschließlich Facebook". US-Politiker streiten darüber, was Facebook nach US-Recht darf - aber wie sieht das eigentlich in Deutschland aus? Facebook bietet eine auf deutsche Nutzer zugeschnittene Seite an, muss sie deshalb nach deutschen Datenschutzregeln gestalten.
Die sind in einigen Punkten strenger als US-Regeln. Das Bundesdatenschutzgesetz verlangt von Anbietern wie Facebook neben vielen interpretationsbedürftigen Details vor allem diese Prinzipien bei der Datenspeicherung: Transparenz. News verfolgen HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten: alles aus der Rubrik Netzwelt. Facebook to Target Ads Based on Mobile App Usage. Datenschutz-Ärger: Facebook-Anwendungen reichen unerlaubt Nutzerdaten weiter. Beunruhigend an dieser Nachricht ist nicht so sehr die Gefährlichkeit der Lücke als vielmehr die Tatsache, dass Facebook seine Technik nicht im Griff hat: Das US-Wirtschaftsblatt " Wall Street Journal" berichtet, dass von Drittanbietern entwickelte Facebook-Anwendungen Informationen über Nutzer an Anzeigenkunden oder Adresssammler weitergegeben haben sollen.
Das "Wall Street Journal" hat mehrere Anwendungen untersucht, einige leiteten Informationen über Anwender an mindestens 25 Werbevermarkter und Adresssammler weiter. Weitergegeben wurde laut "WSJ" die sogenannte User-ID. Das ist eine Nummer, die für jedes Facebook-Profil einmalig vergeben wird. Was kann ein Werbevermarkter mit dieser ID anfangen?
Facebook beschwichtigt, Entwickler Mike Vernal erklärt im offiziellen Firmenkommentar zu dem Fall: "Die Kenntnis einer UID erlaubt es nicht, auf private Informationen eines Nutzer zuzugreifen, ohne dessen Zustimmung einzuholen. " Das stimmt einerseits. Facebook liefert den Namen zur Nummer. Facebook: Tracking-Cookie verfolgt Surfverhalten der Nutzer. Neue Kritik an Facebook. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI), Johannes Caspar, kritisiert die Cookie-Politik des Sozialen Netzwerks. Unter den Online-Identifikatoren, die sich nach einer Sitzung automatisch löschen, soll es auch einen geben, der bestehen bleibt und so zum Tracking des Nutzers verwendet werden kann. Werbung Jeder Nutzer des Sozialen Netzwerks erhält eine Reihe von Cookies, wenn er sich bei Facebook einloggt. Dies alleine ist nichts ungewöhnliches und gängige Praxis im Internet.
Das Team um Johannes Caspar will jedoch eine besondere Variante des Online-Identifikators gefunden haben. Tracking-Cookie? Dies könnte Facebook ermöglichen, so der Vorwurf der Datenschützer, den Nutzer selbst dann wiederzuerkennen, wenn er nicht im Sozialen Netzwerk angemeldet ist. Das Soziale Netzwerk streitet die Tracking-Vorwürfe jedoch ab und betont, dass alle Cookies notwendig seien, um die Sicherheit von Facebook zu gewährleisten. Mehr zum Thema » Identifikations-Cookie: Datenschützer wirft Facebook verdeckte Profilbildung vor. Hamburg - Jeder Web-Nutzer, der irgendwann einmal Facebook aufgerufen hat, findet auf seinem Rechner mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Facebook-Cookie mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. Dieser sogenannte datr-Cookie ist ein kleines Textdokument, das eine eindeutige ID enthält. Die Datei bleibt standardmäßig für zwei Jahre auf dem betroffenen Rechner gespeichert. Und sie ermöglicht Facebook theoretisch, weite Teile des Surf-Verhaltens der betroffenen Nutzer zu protokollieren.
Das tue man nicht, sagt das Unternehmen. Hamburgs Datenschützer fragt sich, wozu der datr-Cookie dann gut sein soll. Facebook liest die Datei mit der Identifikationsnummer jedes Mal aus, wenn man eine Website aufruft, auf der Facebook-Dienste - wie zum Beispiel der "Gefällt mir"- beziehungsweise "Empfehlen"-Button, den auch SPIEGEL ONLINE einbindet - enthalten sind. Deshalb könnte das Netzwerk nun protokollieren, mit welcher Identifikationsnummer zu welchem Zeitpunkt welche Seite abgerufen wurde. Umstrittener Identitäts-Cookie: Facebook rechtfertigt seine Datensammelei.
Facebook legt auf den Rechnern aller Nutzer, die einmal eine Facebook-Seite aufgerufen haben, Cookies mit einer solchen Identifikationsnummer ab. Muss Facebook wirklich Dateien mit eindeutigen Identifikationsnummern auf Computern von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern speichern, um sein Netzwerk vor Spam-Angriffen zu schützen? Bislang hat Facebook diese Maßnahmen immer mit dem vagen Hinweis auf die Abwehr "böswilliger Aktivitäten" gerechtfertigt. An dieser Aussage zweifelt der hamburgische Datenschutzbeauftragte. Durch seine Anfang November veröffentlichte technische Analyse sah Johannes Caspar den Verdacht erhärtet, dass Facebook "Nutzungsprofile führt, bei denen die gesammelten Daten den Nutzern direkt zugeordnet werden".
Wenn der Vorwurf stimmt, könnte Facebook protokollieren, wie Menschen andere Websites nutzen, auf denen Facebook-Dienste wie der Like-Button eingebunden sind. Facebook wehrt sich gegen diese Bewertung. 600.000 missbräuchliche Login-Versuche am Tag News verfolgen.