Bienen. Systematik Der monophyletische Status der Bienen ist durch zahlreiche gemeinsame abgeleitete Merkmale (Synapomorphien) belegt und gilt als unbestritten.
Ebenso unbestritten ist die nahe Verwandtschaft der Bienen mit den Grabwespen. Lange Zeit betrachtete man beide Gruppen als Schwestergruppen, bis die Grabwespen als paraphyletisch erkannt wurden. Honigbienen. Anatomie einer Honigbienen-Arbeiterin Honigbiene beim Pollensammeln Für die weltweite Imkerei hat die Westliche Honigbiene die größte Bedeutung; in vielen asiatischen Ländern wird auch die dort ursprünglich vorkommende Östliche Honigbiene in einfachen Klotzbeuten oder Höhlungen von Mauern gehalten.[1] Diese beiden Arten brüten im Schutz von Höhlen und konnten sich dadurch sehr weit aus den tropischen Regionen heraus in gemäßigtere Klimazonen ausbreiten, wodurch sich insbesondere bei der Westlichen Honigbiene regional verschiedene Bienenrassen herausgebildet haben.
Eine natürliche Grenze der Besiedelung wird oft durch Gehölze gebildet. Echte Bienen. In älteren Werken wird die Familie Apidae oft beschränkt auf die Körbchensammler und alle übrigen Gruppen werden als Familie Anthophoridae abgespalten.
Wegen des paraphyletischen Status der Anthophoridae gilt diese Sichtweise aber als überholt. Nach der Länge ihrer Glossae können generell 2 Gruppen unterschieden werden, die Kurz- und die Langzungenbienen. Gattungen (Auswahl)[Bearbeiten] Literatur[Bearbeiten] P. Weblinks[Bearbeiten] Rassen der Westlichen Honigbiene. Westliche Honigbiene, Rasse Carnica.
Buckfastbiene. Buckfastbienen mit dem typischen lederbraunen ersten Hinterleibsring Die Buckfastbiene ist eine Zuchtrasse der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera), die von Karl Kehrle (Bruder Adam) im englischen Kloster Buckfast ab 1916 gezüchtet wurde.
Entstehung[Bearbeiten] Im Jahre 1913 wurde die Dunkle Europäische Biene (A. m. mellifera), die ursprünglich auf den britischen Inseln beheimatet war, durch ein Bienensterben fast völlig ausgerottet. Amtlich wurde als Ursache die Tracheenmilbe festgestellt. Neuere Erkenntnisse halten eine durch diese Milbe verursachte Virose für wahrscheinlich.[1] Bruder Adam begann danach mit den überlebenden Bienenvölkern (Mischlinge der Dunklen Biene und Italienischen Biene, A. m. ligustica) eine Rasse zu züchten, die widerstandsfähiger, fleißiger und friedlicher sein sollte.
Westliche Honigbiene. Biene auf Nektarsuche, mit gesammeltem (gehöseltem) Pollen am hinteren Beinpaar Eine Westliche Honigbiene beim Transportieren von Pollen.
Dunkle Europäische Biene. Die Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) ist eine natürlich entstandene Rasse (Unterart) der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera).
Sie ist die in ganz Nordwest-, Mittel- und Nordosteuropa bis zum Ural ursprünglich einheimische Honigbiene und zeichnet sich durch eine große Winterhärte, sparsamen Umgang mit ihren Vorräten und maßvolle Völkerentwicklung aus. Ein bereits von Enoch Zander (1873–1957) und heute noch in der Schweiz züchterisch bearbeiteter Stamm der Apis mellifera mellifera wird auch wegen seiner dunklen Färbung Nigra genannt. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie durch die Einfuhr südlicher und östlicher Rassen teilweise verkreuzt. Die im Vergleich besonders langlebige, große, sehr dunkel wirkende Biene ist als einzige in der Lage, die langen, kalten Winter in Nordosteuropa zu überleben. Die Societas Internationalis pro Conservatione Apis mellifera melliferae[1] ist ein Verband aller Melliferazuchtvereine Europas.
Iberische Biene. Kärntner Biene. Kärntner Bienen mit Königin auf einer Brutwabe Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassengruppe und ist nur in den Regionen südlich der Alpen autochthon (ursprünglich) beheimatet.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und hat dabei die nördlich der Alpen beheimatete Dunkle Europäische Biene fast vollständig verdrängt. Gründe waren die größere Volksstärke und der damit zu erreichende höhere Honig-Ertrag. Da die Kärntner Biene vom südöstlichen Alpenklima geprägt wurde, kommt sie mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht. Die Feuchtigkeit und Unbeständigkeit des Meeresklimas bereitet ihr dagegen Schwierigkeiten, weswegen sie auch in England, Frankreich und Skandinavien kaum verbreitet ist.
Honig[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Italienische Biene. Die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica, auch: Italiener Biene) ist eine natürlich entstandene Rasse (Unterart) der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera).
Von den Imkern wird sie auch einfach Ligustica genannt. Sie ist auf der italienischen Halbinsel beheimatet. Ihre Farbe tendiert immer zu Gelb mit einer Variation zwischen zitronengelb und lederbraun. Als ursprünglich dort beheimatete Biene hat sie vortreffliche Eigenschaften bezüglich Honigsammelfleiß und Friedfertigkeit. Sie gilt als beste Sammlerin von Blütenhonigen. Literatur[Bearbeiten] Östliche Honigbiene. Die Östliche Honigbiene (Apis cerana), auch Asiatische oder früher Indische Honigbiene genannt, ist eine der acht in Asien vorkommenden Arten der Gattung der Honigbienen.
Sie ist sozusagen das östlich-asiatische Gegenstück zur Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) und gilt als ursprünglicher Wirt der parasitären Varroamilbe. Ihr Verbreitungsgebiet ist Nepal, Indien, Sri Lanka, Südostasien, Borneo und Japan wo sie in mehreren Unterarten vorkommt. In China z. B. werden in ca. 2. Mio. Apis mellifera pomonella. Verbreitungsgebiet von Apis mellifera pomonella Apis mellifera pomonella ist eine Unterart der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera). Sie wurde durch morphometrische Untersuchungen von Bienenproben in Mittelasien, im westlichen und östlichen Tianshan-Gebirge entdeckt. Naheliegend wäre gewesen, dass es sich um Bienen von Wanderimkern der ursprünglichen Sowjetunion handelte. Die Untersuchungen ergaben aber eindeutig, dass es sich um eine eigenständige Unterart handelt.
Damit hat sich das natürliche Verbreitungsgebiet der Westlichen Honigbiene um etwa 2000 km nach Osten erweitert. Bien. Der Bien ist ein, auch historisch gewachsener Begriff für den Superorganismus des Bienenvolkes, in dem Honigbienen in Gemeinschaft leben. Diese Gemeinschaft hat Fähigkeiten entwickelt, die die einzelne Biene nicht beherrscht. Ein Beispiel: Obwohl sie als Insekten Kaltblüter sind, können sie in der Gruppe die Temperatur dauerhaft halten wie ein warmblütiges Tier. Diese Gemeinschaft wird als Staat, Volk oder Familie bezeichnet und ist doch anders organisiert. Arbeiterin (Bienen) Arbeiterinnen bei der Einlagerung von Honig Die meisten Angehörigen eines Bienenvolkes sind Arbeiterinnen. Dies sind Weibchen, die in ihrer Geschlechtlichkeit durch die laufende Abgabe von Pheromonen der Bienenkönigin gehemmt sind. Weiterhin wird schon durch die Ernährung und Pflege im Larvenstadium entschieden, welches Tier nur zu einer Arbeiterin oder welches zu einer Königin wird (Siehe Gelée Royale).
Hinweis: Die im folgenden genannten Daten gelten streng genommen nur für einige Rassen der Westlichen Honigbiene. Bei den anderen Honigbienen-Arten und auch bei den afrikanischen Rassen dieser Art gibt es zum Teil erhebliche Abweichungen. Die Entwicklungszeiten von Königin, Drohn und Arbeiterin sind unterschiedlich lang.
Somit ergibt sich die gesamte Entwicklungszeit von der Eiablage bis zum Schlüpfen als fertiges, erwachsenes (adultes) Insekt mit 21 Tagen für die Arbeiterin. Drohn. Drohnen der Bienen werden am Flugloch eines Ablegers abgedrängt Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern. Die Königin kann bei der Eiablage kontrollieren, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht. Bienenkönigin. Die Bienenkönigin (Mitte) mit ihrem Hofstaat Entstehung[Bearbeiten] Bienenköniginnen werden herangezogen, wenn sich das Bienenvolk über das Schwärmen teilt, oder wenn die bisherige Königin starb oder aus Altersgründen (Pheromonmangel) ersetzt wird; letzteres wird Nachschaffung genannt.