Bienenhaus. Neueres Bienenhaus mit verschiedenfarbigen Anflugbrettern, die den Bienen die Orientierung erleichtern sollen Das Bienenhaus (Apiarium) ist ein Bauwerk, in dem Imker mehrere Bienenstöcke aufstellen und auch Imkereigeräte lagern können.
Die Häuser sind meist bienengerecht in Holzbauweise errichtet, seltener in Mauerwerk ausgeführt. Bienenhäuser waren bis zu ihrem Niedergang in den 1970er Jahren vor allem im deutschsprachigen Raum weit verbreitet, während Imker in der restlichen Welt ihre Bienen schon immer im Freien in der Magazin-Betriebsweise hielten. Geschichte[Bearbeiten] Älteres Bienenhaus mit verschiedenfarbigen Anflugbrettern Vorteile[Bearbeiten] Durch das feste Gebäude besteht ein sehr guter Witterungsschutz für die Bienenkästen, die auch heute noch aus Holz gearbeitet sind.
Bienenstock. Als Bienenstock wird eine vom Imker zur Verfügung gestellte künstliche Nisthöhle (Behausung) mitsamt dem darin befindlichen Volk von Honigbienen bezeichnet.
Die Behausung allein wird Beute genannt. Moderne, so genannte Magazin-Beuten, bestehen aus einer Kiste aus Holz oder Kunststoff. Begriff Beute[Bearbeiten] Bienen im Anflug auf ihren Bienenstock Das Wort Beute wurde im 8. Geschichte[Bearbeiten] Herstellung traditioneller Bienenkörbe aus Stroh in England Bienenstand mit Holzbeuten Von Natur aus brauchen die europäischen Bienenrassen der Art Westliche Honigbiene zum Überleben eine winter- und wetterfeste Behausung. Nachteil aller dieser Behausungen war, dass Honig nur dadurch geerntet werden kann, dass ein Teil des Wabenwerkes der Bienen herausgeschnitten und damit zerstört wird. In weiten Teilen Asiens wurde und wird teilweise noch heute im ländlichen Raum die Östliche Honigbiene in Klotzbeuten oder Höhlungen von Wänden als „Biene des kleinen Mannes“ gehalten[1].
Siehe auch[Bearbeiten] Magazin-Beute. Magazinbeuten aus Holz am Waldrand im Taunus Zargen einer Magazinbeute Magazinbeuten werden in der modernen Imkerei als Behausung (Beute) von Honigbienen verwendet.
Aufbau[Bearbeiten] Magazinbeuten bestehen aus oben und unten offenen Holz- oder Kunststoffkisten (Zargen), in die von oben die Rähmchen mit den Bienenwaben eingehängt werden. Eine Magazinbeute setzt sich dann aus mehreren übereinander gesetzten Zargen zusammen, die unten mit einem Boden und oben mit einem Deckel abgeschlossen werden. Die Urform des Magazins geht auf den amerikanischen Imker Lorenzo L. Eine Variante der Langstroth-Beute stellt z. Magazin-Betriebsweise[Bearbeiten] Bis Mitte der 1960er Jahre wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Bienen hauptsächlich in ortsfesten Bienenhäusern mit den sogenannten Hinterbehandlungsbeuten gehalten. Literatur[Bearbeiten] Karl Pfefferle: Imkern mit dem Magazin und mit der Varroatose : das Handbuch für den Magazinimker; 8., überarb. Brutraum. Bienenwabe aus der oberen Zarge (Zander-Maß) eines zweizargigen Brutraums mit einem Honigkranz in der Kastanientracht Ende Juni.
Deutlich ist der Unterschied zwischen gedeckeltem Honig (weiß) und gedeckelten Brutzellen (gelb) zu sehen. Als Brutraum bezeichnet der Imker den Bereich einer Beute (Behausung der Bienen), in dem auf Bienenwaben die Brutaufzucht erfolgt. Ab dem Monat Mai reicht der Brutraum zum Einlagern des vielen gesammelten Honigs nicht mehr aus. Bei der Verwendung von modernen Magazin-Beuten wird hierzu eine weitere Zarge über dem Brutraum aufgesetzt, der sogenannte Honigraum. Bei den heute altmodischen Hinterbehandlungsbeuten wird ein weiterer Raum über dem Brutraum als Honigraum freigegeben und mit Waben bestückt.
Bienenwabe. Struktur der Bienenwabenzelle Eine Bienenwabe ist ein von den Honigbienen aus Bienenwachs errichtetes Wabengebilde mit sechseckigen Zellen.
Sie dienen zur Aufzucht von Larven und zur Lagerung von Honig und Pollen. Das Wachs der Wabe produzieren die Bienen mit den Wachsdrüsen ihres Körpers. In der Bienenhaltung ist mit einer Wabe (Honig-, Pollen- oder Brutwabe) ein bewegliches Holzrähmchen aus einer Beute gemeint, in das die Bienen die eigentliche Wabe gebaut haben. Durch diese zusätzlichen Rähmchen können Waben dem Bienenvolk entnommen und auch wieder zugefügt werden, beispielsweise zur Honigernte, ohne dass dabei der Wabenbau zerstört wird.
Wachsproduktion[Bearbeiten] Ausgeschwitzte Wachsplatten und vorgeprägte Mittelwand Fast vollständig verdeckelte und schleuderreife Honigwabe. Weiselzelle. Schnitt durch zwei Weiselzellen mit älteren Larven Leere Weiselzelle Weiselzellen sind die von den Honigbienen auf Bienenwaben gebauten besonderen Zellen, die den Zweck haben, darin eine Bienenkönigin aufzuziehen.
Weil die Königin die größte Biene im Stock ist, sind die Weiselzellen deutlich größer als die übrigen Zellen (2 cm) und weisen vertikal nach unten. Das von der Königin in die Weiselzelle gelegte befruchtete Ei wird als Made von den Ammenbienen ausschließlich mit in eigenen Futterdrüsen produziertem Futtersaft (Gelée Royale) gefüttert und entwickelt sich so zu einer Königin.
Ältere Larven der übrigen Bienenbrut erhalten dagegen als Nahrung eine Mischung aus Nektar und Pollen. Weiselzellen entstehen auf natürliche Weise im Bienenvolk im Verlauf des Schwarmtriebs (Schwarmzellen) oder als sogenannte Nachschaffungszellen wenn die Königin stirbt oder ihre Legeleistung (die Fähigkeit Eier zu legen) durch ein zu hohes Alter nachlässt.