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19 august 2016

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Bei diesem Thema prallen derzeit die Fronten aufeinander und die Extremansichten sind "lauter Verschwörungen" und "alle Verschwörungstheorien sind lächerlich".

Dabei ist doch die Wahrheit ganz einfach zu sehen: Es gibt genügend Verschwörungen, schon alleine politisch und wirtschaftlich gesehen, und ein Teil der Theorien darüber ist richtig und der andere Teil ist falsch. Ist doch sonnenklar!

Wie hoch der Anteil an richtigen Theorien ist, die insgesamt herumschwirren, ist gar nicht so wichtig - und es glaubt ja nicht jeder an dieselben Theorien. Also nur weil jemand weiß, dass die Flieger beim Anschlag in New York computeranimiert waren, heißt es noch lange nicht, dass er auch an eine flache Erde glaubt. Oder nur weil jemandem klar geworden ist, dass der Sinn der PharmaINDUSTRIE das Geldverdienen ist, und alleine schon deswegen so einiges schräg läuft, heißt nicht, dass derselbe Mensch an irgendeine abstruse andere Theorie glaubt. Und wer bemerkt, dass bei TTIP geheime Absprachen stattfanden, muss nicht jede andere Verschwörungstheorie gleich für richtig oder falsch halten.

Das Entscheidende ist, dass man weder in die eine, noch in die andere Richtung naiv ist, sondern aufmerksam prüft, bevor man sich eine fixe Meinung darüber macht. Und sich auch bewusst ist, dass Verschwörer nicht wollen, dass man ihre Verschwörung aufdeckt, also verschiedene Taktiken deswegen angewandt werden. Psychologische Kenntnisse helfen enorm. Und Menschen, die in ihrem Leben nie tief gesunken sind, tun sich schwerer sich bei Verwörern einzufühlen :)

Ein weiterer psychologischer Fakt ist, dass schon früher die Boten einer schlechten Nachricht oft nichts zu lachen hatten. Heute wird der Verschwörungstheoretiker von manchen weniger gemocht als schädigende Verschwörer.

Manche Verschwörungstheorien wandeln sich auch in der öffentlichen Ansicht zu Fakten, etwa beim Thema Überwachung seit Edward Snowden. Andere wussten es schon lange vorher. Bei anderen Theorien muss man sich mit einer Reihe an schwerwiegenden Indizien zufrieden geben, aber beweisen kann man sie nicht.

Wenn nun jemand Verschwörungstheorien generell lächerlich machen möchte, als wenn es keine Verschwörungen gäbe, und den Begriff "Verschwörungstheoretiker" im abwertenden Sinne als "Totschlagsbegriff" verwendet, dann ist dieser Mensch entweder stockdumm oder aber im Bett mit den Verschwörern. Soll z.B. bei Redakteuren ja mal vorkommen, dass sie nicht das Kontrollorgan sind, das sie eigentlich sein sollten.

Und man beachte, dass "rein zufällig" das bei Medien öfter vorkommt. Dass dies zusammenhängt, ist nun z.B. eine Verschwörungstheorie. Dabei gilt es nun zu prüfen, ob das Einzelfälle sind, weil die gab es ja nachweislich, oder ein System dahintersteckt.

Verschwörungstheoretiker (skeptisch, ob man betrogen wird) sollte in einem gewissen Ausmaß also eigentlich jeder sein, aber auf die Qualität kommt es an, ob man erstens genügend recherchiert und zweitens Zusammenhänge inkl. der dahinterliegenden Psyche gut versteht (Kombinatorik) - und dadurch eine Theorie weiter verfolgt oder nicht.

Bei kleineren Kriminalfällen geht das leichter. Der allseits beliebte Columbo war ein großartiger Verschwörungstheoretiker! ;)

Unter den Schachmeistern gibt es wiederum Eröffnungstheoretiker, die hierbei ein Verständnis der Zusammenhänge zu entwickeln. Da geht es um für den Normalo unfassbar weitgehende Strategien und es wird somanche Variante widerlegt.

Ob es nun die ganz große Verschwörung, die Weltverschwörung gibt, ist eine zentrale Frage, die in gewissem Sinne allerdings auch schon beantwortet ist.