foucault
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usgehend von einer Reminiszenz in der Art Gaston Bachelards, die jene Orte und Räume der Kindheit zum Gegenstand hatte, an denen sich die Kinderphantasie mit Vorliebe entzündet (wie zum Beispiel der Speicher, die hinterste Ecke des Gartens, ein Indianerzelt oder das Bett der Eltern), hatte Foucault von einer Wissenschaft geschwärmt, die »diese anderen Räume, die die üblichen Räume des alltäglichen Lebens radikal in Frage stellen«, zu ihrem Gegenstand machen würde, »nicht als eine Wissenschaft der Utopien, sondern der Heterotopien, als eine Wissenschaft der absolut anderen Räume. Wir stehen an der Schwelle zu dieser Wissenschaft, die man auch Heterotopologie nennen könnte, ja es gibt sie bereits«, hatte er seinen Vortrag beschlossen, in dem bereits die Grundlagen dieser neuen Wissenschaft gelegt wurden.
Weblogs, Community-Seiten, Wikis, Pod- und Videocasts sind ein Phänomen alltagskultureller Kommunikation. Die exponentielle Verbreitung der neuen Vernetzungsstrukturen im Internet ("Web 2.0") erlauben kollektive Beziehungen, die vorher unmöglich waren. Damit einhergehend ist eine spezifische Medienkultur der Selbstpraktiken entstanden, die vielfach die Form von Selbstführung und Bekenntnis, von Buchführung und akribischem Leistungsvergleich (Ranking u.a.), von experimentellem Selbstverhältnis und Selbstinszenierung als ästhetische Praxis (Profiling u.a.), annimmt. In einem beweglichen Feld rechnergestützer Datengewinnung nehmen Wissenstechniken und Programme zur Erfassung und Archivierung digitaler Nutzung einen zusehends größeren Raum ein (z.B. die Retrieval-Modi sorting , counting , ranking , marking ).